Will gegen Nordirland eine verbesserte deutsche Mannschaft sehen: Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Getty

Nach der Niederlage gegen Oranje steht das Löw-Team am Montag gegen Tabellenführer Nordirland in der EM-Qualifikation bereits unter Druck.

Belfast - Es ist verfrüht, nach der ersten Niederlage in der EM-Qualifikation so etwas wie Panik zu verbreiten, zumal sich ja der Gruppensieger und der Zweite direkt fürs Turnier im Sommer 2020 qualifizieren. Allerdings: Sollte die DFB-Elf nach dem 2:4 gegen die Niederlande an diesem Montag auch beim Spitzenreiter Nordirland (vier Siege aus vier Spielen) verlieren, wäre die Lage plötzlich recht prekär.

Niederlage gegen Nordirland wäre problematisch

Nordirland wäre dann sechs Punkte voraus, und aufgrund des Treffers der Niederländer in der Nachspielzeit am Freitag hat das deutsche Team obendrein den bei Punktgleichheit entscheidenden direkten Vergleich gegen den Nachbarn verloren (Hinspiel: 3:2). Die Niederländer würden also, sofern sie nun alle restlichen Spiele in der EM-Quali-Gruppe gewinnen, vor den Deutschen stehen. Um sicher bei der EM dabei zu sein, muss das DFB-Team also Nordirland hinter sich lassen, am 19. November steigt das Rückspiel. Zwischendurch heißen die Gegner Estland und Weißrussland.

Lesen Sie hier den Kommentar: Lehren aus dem Dämpfer gegen die Niederlande

Im schlimmsten Fall könnte sich die DFB-Elf aber auch als Gruppendritter für die EM qualifizieren. Denn obwohl Deutschland in der Rangliste der Liga A der Nations League 2018 nur Platz elf belegte, dürfte man wohl an den EM-Play-offs im März 2020 teilnehmen. Der Grund: An der Ausscheidungsrunde nehmen die vier besten noch nicht qualifizierten Teams der Nations-League-Staffel teil. Derzeit sieht es so aus, als würden sich mehr als sieben vor der DFB-Elf liegende Nationen das direkte EM-Ticket sichern.

Nur als Gruppenerster Chance auf Topf 1

Nur als Gruppenerster in der Qualifikation hätte Deutschland übrigens die Chance, bei der EM-Auslosung im ersten Topf gesetzt zu werden. Dort landen die sechs besten Erstplatzierten aller Quali-Gruppen (die weiteren vier Gruppensieger sind in Topf 2). So würde man bei der EM auf Gegner wie Finnland oder Tschechien treffen. Sollte sich Deutschland als Gruppenzweiter qualifizieren, dürfte das Team nur in Topf 2 oder sogar Topf 3 landen. In dem Fall würden bei der EM schon in der Gruppenphase Kracher wie Frankreich, Kroatien oder Belgien drohen.

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