Die einzigen, die derzeit an die Strände der französischen Insel Korsika dürfen, sind die wilden Kühe. Foto: AFP/PASCAL POCHARD-CASABIANCA

Kühe, die sich am Strand von Korsika die Sonne aufs Fell scheinen lassen. Wasserschweine, die einen Golfplatz in Bolivien bevölkern. Die Natur, so scheint es, atmet während des Corona-Shutdowns auf.

Stuttgart - So ganz ungewöhnlich ist der Anblick für die Korsen und Korsika-Urlauber nicht: Kühe, die am Strand liegen und sich die Sonne aufs Fell brennen lassen. Die frei laufenden Tiere sind ein beliebtes Fotomotiv. Doch in diesem Frühjahr müssen sich die Vierbeiner den Strand mit niemandem teilen. Denn auf der Mittelmeerinsel herrscht wie überall in Frankreich ein strikter Shutdown, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Seit die Menschen weitestgehend auf ihre eigenen vier Wände beschränkt sind, erobert sich die Natur Stück für Stück an Territorium zurück: Das Wasser in der Lagunenstadt Venedig sieht jetzt klarer aus, weil es weniger Verkehr auf den Kanälen gibt – und die Fische kehren zurück. In den Häfen von Sardinien tummeln sich Delfine.

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Einen Golfplatz in Bolivien haben rund 40 Capybaras erobert. Die Wasserschweine sind die Einzigen, die das „Green“ derzeit betreten dürfen.

In Brasilien, genauer gesagt an der Küste von Paulista, schlüpften fast 100 Meeresschildkröten und traten – von Menschen ungestört – ihren Weg ins Meer an.

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Wildtiere trauen sich während des Corona-Shutdowns sogar in die Metropolen – so geschehen in Barcelona. Dort wurden zuletzt Wildschweine sogar im Zentrum gesichtet. Normalerweise leben diese in den Hügeln der Serra de Collserola außerhalb der Stadt.

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