Für Manz-Chef Martin Drasch geht es nun vor allem darum, „wieder nach vorne zu schauen“. Foto: Manz

Gleich nach Ostern möchte der Reutlinger Spezialmaschinenbauer wieder durchstarten. Das Unternehmen beendet die dreiwöchige Betriebsruhe. Für Manz-Chef Martin Drasch geht es nun vor allem darum, wieder nach vorne zu schauen.

Stuttgart - Drei Wochen dauerte die durch das Coronavirus erzwungene Betriebsruhe. Nun nimmt der Reutlinger Spezialmaschinenbauer Manz an den beiden deutschen Standorten nach Ostern die Arbeit wieder auf. Das Unternehmen beschäftigt in Reutlingen und Tübingen 500 Mitarbeiter.

Bedingt durch Reisebeschränkungen, vor allem bei Kundenmontagen, können aber nicht alle Mitarbeiter wieder voll arbeiten. Deshalb hat das Unternehmen für einen Teil der Belegschaft Kurzarbeit beantragt. Die durchschnittliche Arbeitsreduzierung je Mitarbeiter an den beiden Standorten belaufe sich auf rund 25 Prozent, teilt der Maschinenbauer mit. „Alle unsere Kunden führen die bereits bei Manz beauftragten Projekte weiter“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Manz AG, Martin Drasch. „Es geht nun vor allem darum, wieder nach vorne zu schauen.“

Vorstand verzichtet auf Teile des Gehalts

Um die Mitarbeiter zu schützen und die weiterhin gebotenen Abstandsregelungen einzuhalten, werden zudem die Bürobesetzungen sowohl auf zwei Schichten und als auch auf Homeoffice-Arbeitsplätze verteilt.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Manz AG sowie die erste Führungsebene werden auf Teile des Gehalts verzichten, teilt das Unternehmen mit, und so zur Sicherung der Arbeitsplätze an den Standorten beitragen.

Auch der Entwicklungsstandort in Italien nimmt die Arbeit wieder auf, arbeitet allerdings aufgrund der landesweiten Ausgangsbeschränkungen bis auf Weiteres aus dem Homeoffice.

Manz beschäftigt weltweit 1600 Mitarbeiter, davon die Hälfte in China und Taiwan. (sam)

Aktuelle Meldungen, wissenswerte Hintergründe und nützliche Tipps – in unserem Dossier bündeln wir alle Artikel zu Corona.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: