Der Kindergarten am Steinenberg hat drei Gruppen, es sollen vier werden. Foto: Klein

Städte und Gemeinden buhlen um Personal für Krippen und Kitas. Das gilt auch für die Einrichtungen in Steinenbronn. Nicht selten kommt es zu Engpässen, wie neulich im Kindergarten am Steinenberg.

Steinenbronn - In Steinenbronn werden immer mehr Kinder geboren. Waren es 2014 noch 49 Geburten, sind es im vergangenen Jahr 72 gewesen und 2016 sogar 81 Geburten. „Das zeigt uns, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben und auf einem richtigen Weg sind“, sagte der Hauptamtsleiter Wolfgang Bohn bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Bohn meinte damit den Ausbau des Kindergartens am Steinenberg, in dem seit September 2017 eine dritte Gruppe mit zwölf Kindern eingerichtet worden ist. Dafür wurde das Obergeschoss ausgebaut, in dem sich früher zwei Wohnungen befunden hatten. Außerdem hat die Gemeinde den Bau des Kinderhauses an der Seestraße beschlossen.

Mehr Geburten bedeuten eine größere Nachfrage bei Betreuungsplätzen

Denn mehr Geburten bedeuten, dass auch die Nachfrage nach Plätzen in der Kinderkrippe und später in der Kindertagesstätte steigt. „Personal für die Kita zu finden, bleibt schwierig. Es ist eine ständige Herausforderung.“ Das habe mit dem Fachkräftemangel zu tun, weil die Kinderbetreuung landesweit ausgebaut werde. Den Mangel habe die Verwaltung gerade erst im Kindergarten am Steinenberg gespürt: „Bei einer Erzieherin kam es zu einer Kündigung in der Probezeit. Eine andere ist wegen Krankheit ausgefallen.“ Und schon sei es schwierig gewesen, den Betrieb im Kindergarten aufrechtzuhalten. Letztlich sei es aber doch gelungen. „Es ist dann eine Erzieherin aus einem anderen Kindergarten gewechselt“, sagte Bohn auf Anfrage.

2020 könnte es zu einem Engpass kommen

Im ersten Stockwerk des Kindergartens am Steinenberg plant die Gemeinde noch eine vierte Gruppe, die wegen der schwierigen Personalsituation aber später als erwartet eingerichtet wird. „Sie soll erst im April 2019 starten und nicht schon nach den Sommerferien 2018“, sagte Bohn.

Einen Engpass könnte es im Mai 2020 geben, der aber zu bewältigen sei. „Dann kann im Wurzelkindergarten und im Kindergarten Kirchäcker die Regelgruppengröße erweitert werden“, sagte Bohn. Außerdem gebe es dann schon das neue Kinderhaus an der Seestraße. „Wenn wir das nicht bauen würden, sähe es schlechter aus.“ Dort werden 19 Kinder in einer Gruppe unterkommen.

Für Luft bei der Kleinkinderbetreuung sorgt dort dann eine neue Krippengruppe mit weiteren zehn Plätzen. „Wir haben dann bei der Kleinkindbetreuung eine Abdeckungsquote von 30 Prozent“, sagte der Hauptamtsleiter.

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