Susanne Eisenmann wehrt sich gegen die Kritik. Foto: Lichtgut/Leif-Hendrik Piechowski

Kultusministerin Susanne Eisenmann wehre sich gegen mehr Qualität in Ganztagsschulen, lauten die scharfen Vorwürfe von SPD und Grünen. Dabei geht es um die Blockierung der Finanzhilfe des Bundes.

Stuttgart - Die Grünen und die SPD kritisieren das Kultusministerium wegen der Blockade einer millionenschweren Finanzhilfe des Bundes für Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Nach Ansicht von SPD-Landtagsfraktionschef Andreas Stoch wehren sich Kultusministerin Susanne Eisenmann und die CDU „mit Händen und Füßen gegen mehr Qualität im Ganztag“, wodurch dem Land 97 Millionen Euro Fördergelder verloren gingen. Die Kultusministerin muss laut Aussagen von Grünen-Politikerin Sandra Boser von Montag eine Lösung finden, die das Abrufen der Mittel des Bundes für Baden-Württemberg ermöglicht.

Baden-Württemberg blockiert als einziges Bundesland die Finanzhilfe von insgesamt 750 Millionen Euro. Die Bundesvereinbarung legt das Geld in die Hand der Schulen, die sich um das Ganztagsangebot kümmern sollen. In Baden-Württemberg allerdings würden bei der Ganztagsbetreuung mehrheitlich die Angebote der Kommunen genutzt, die flexibler und bei Eltern beliebter seien, heißt es vom Kultusministerium.

Das Ministerium wehrt sich gegen die Kritik: „Entgegen des vom Koalitionspartner und der Opposition erweckten Eindrucks, hat nicht das Kultusministerium, sondern das Staatsministerium die Verhandlungen mit dem Bund geführt“, teilte ein Sprecher mit. Es brauche jetzt weitere Gespräche mit dem Bund. „Wir sind zuversichtlich, dass dabei noch ein Konsens erzielt werden kann“. Vorher könne das Kultusministerium einem Abkommen nicht zustimmen.

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