Stuttgart - Der Stuttgarter Galerist Rainer Wehr hat sie entdeckt, in den Kunstmarkt gebracht und sich sicher auch über erste Erfolge (etwa einem Gastspiel in der „Frischzelle“-Reihe des Kunstmuseums Stuttgart 2013) gefreut. Nun startet Mona Ardeleanu unter neuen Galerie-Fittichen, und die Entscheidung von Thomas Fuchs für die materielle Malerei Ardeleanus kann zunächst einmal überraschen.

Das unmittelbar Stoffliche

Schnell aber wird deutlich, dass Fuchs nun innerhalb des durch die Galerie konsequent aufgebauten Kanons über die Möglichkeiten von Malerei die Möglichkeiten jenes unmittelbar Stofflichen diskutiert, das sich in manch weiteren Künstlerpositionen der Galerie (zuletzt bei Patrick Angus) innerhalb eines figurativen Kontextes zeigt. Das mögliche Detail eines Interieurs bei ­Angus oder auch bei Steven Black wird formatfüllende Eigenform und misst sich im Galerieprogramm zugleich mit der stofflichen Malerei von Jochen Hein oder auch mit den nicht weniger fremd erscheinenden ­Formationen von Bertram Hasenauer.

Lässt sich Keramik falten?

Kommt Adeleanus Ölmalerei auf Leinwand mitunter fast ein wenig überglänzt daher, hat sie mit dem Arbeiten auf Keramikton ein Verfahren identifiziert, mit dem sie das feinsinnig Lapidare pflegt und zugleich die Faltung zu einer nurmehr als Behauptung fassbaren Größe macht. (nbf)

Da kann es kaum ausbleiben, dass der Gegenstand der Tat selbst zum realen Kunstobjekt wird – „Aber Ast“ nennt Loersch einen bearbeiteten Bleistift, der als Edition (450 Euro) in einem pseudo.musealen Schmuckkasten ein eher trauriges Dasein führt und vom Galeristen zu Recht pur präsentiert wird.

Philip Loerschs Kunst macht das Machen von Kunst zum eigentlichen Thema und ­verwebt geschickt die Stationen der Präsentation von Kunst (imer auch ein Filter auf dem Weg eines Werkes in und durch die ­Öffentlichkeit) mit der Frage nach der intendierten Positionierung. Nicht immer gelingt sies so überzeugend wie in der Anverwandlung der Geburtsurkunde des Galeristen in eine Zeichnung („reiner Körper“, 2200 Euro), die ­programmatisch das aktuelle Kunstwollen Philip Loerschs spiegelt.

Ein Kunstwollen, das 2015 eine Präsentation von Loerschs Arbeiten im Dialog mit Werken von Hanne Darboven im Hamburger Poolhaus Blankenese markant ausarbeitete und das die Schau bei Rainer Wehr überzeugend hervortreten lässt. Der Anspruch? Kunst als Literatur, Literatur als Kunst erlebbar zu machen. (nbf)

Ardeleanus Premiere bei Thomas Fuchs

Stuttgart - Der Stuttgarter Galerist Rainer Wehr hat sie entdeckt, in den Kunstmarkt gebracht und sich sicher auch über erste Erfolge (etwa einem Gastspiel in der „Frischzelle“-Reihe des Kunstmuseums Stuttgart 2013) gefreut. Nun startet Mona Ardeleanu unter neuen Galerie-Fittichen, und die Entscheidung von Thomas Fuchs für die materielle Malerei Ardeleanus kann zunächst einmal überraschen.

Das unmittelbar Stoffliche

Schnell aber wird deutlich, dass Fuchs nun innerhalb des durch die Galerie konsequent aufgebauten Kanons über die Möglichkeiten von Malerei die Möglichkeiten jenes unmittelbar Stofflichen diskutiert, das sich in manch weiteren Künstlerpositionen der Galerie (zuletzt bei Patrick Angus) innerhalb eines figurativen Kontextes zeigt. Das mögliche Detail eines Interieurs bei ­Angus oder auch bei Steven Black wird formatfüllende Eigenform und misst sich im Galerieprogramm zugleich mit der stofflichen Malerei von Jochen Hein oder auch mit den nicht weniger fremd erscheinenden ­Formationen von Bertram Hasenauer.

Lässt sich Keramik falten?

Kommt Adeleanus Ölmalerei auf Leinwand mitunter fast ein wenig überglänzt daher, hat sie mit dem Arbeiten auf Keramikton ein Verfahren identifiziert, mit dem sie das feinsinnig Lapidare pflegt und zugleich die Faltung zu einer nurmehr als Behauptung fassbaren Größe macht. (nbf)

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