Nach der Krawallnacht vom 21. Juni macht die Polizei immer mehr Tatverdächtige ausfindig. Foto: picture alliance/dpa/Simon Adomat

Immer mehr Beteiligte der Ausschreitungen in der Nacht zum 21. Juni bekommen jetzt die Konsequenzen zu spüren: Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen steigt.

Stuttgart - Die Gefängniszellen füllen sich weiter. Nach der Randale in der Innenstadt in der Nacht zum 21. Juni haben die Ermittler inzwischen vier weitere junge Verdächtige im Alter zwischen 16 und 19 Jahren ausfindig gemacht. Der Älteste soll zu der Gruppe gehören, die am Schlossplatz einen Studenten angegriffen hatte. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Er wurde am Mittwoch mit Haftbefehl festgenommen. Ein 17-Jähriger soll eine Schaufensterscheibe und einen Streifenwagen mit massiver Gewalt zerstört haben. Er wurde bereits in der vergangenen Woche festgenommen. Ins Netz sind auch zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren gegangen, die sich an den Sachbeschädigungen beteiligt haben sollen. Dem Jüngeren wird außerdem vorgeworfen, mit einer Flasche auf Polizisten geworfen zu haben.

Die Gefängniszellen füllen sich

„Alle vier Beschuldigte haben einen deutschen Pass“, sagt Polizeisprecherin Monika Ackermann. Bei den Ermittlungen zu den familiären Verhältnissen ist bei dreien ein Migrationshintergrund hinterlegt. Sie leben in Stuttgart, Esslingen, im Rems-Murr-Kreis und Altkreis Leonberg. Alle befinden sich in U-Haft. Damit erhöht sich die Zahl der Tatverdächtigen auf 49. Die zuständigen Richter haben 26 Haftbefehle erlassen, vorwiegend wegen Landfriedensbruchs. Acht sind gegen Auflagen auf freiem Fuß.

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