9566 Personen waren im Oktober im Kreis Ludwigsburg ohne Job. Foto: dpa

Grund zur Freude bei den Beschäftigten im Kreis Ludwigsburg: Vor gut 40 Jahren lag die Arbeitslosenquote im Kreis Ludwigsburg zuletzt auf dem Niveau vom Oktober. Auch die Zahl der ausgeschriebenen Stellen ist stark angestiegen. Allerdings ist nicht für jeden etwas dabei.

Ludwigsburg - Seit Beginn der Ölkrise 1974 war die Quote der Arbeitslosen im Landkreis Ludwigsburg nicht mehr so niedrig. Exakt 9566 Personen waren im Oktober ohne Job. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent. „Die boomende Konjunktur und die optimistischen Geschäftserwartungen vieler Unternehmen sorgten für Schwung auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Martin Scheel, der Chef der Ludwigsburger Arbeitsagentur, die Quote. Im September lag die Zahl der Menschen ohne Arbeit noch bei 10 018, was 3,3 Prozent entspricht. 10 264 Arbeitslose waren es im Oktober des Vorjahres – 3,4 Prozent aller Erwerbsfähigen im Kreis.

Die Zahl der Arbeitslosen teilt sich auf in zwei Zuständigkeitsbereiche: Bei der Ludwigsburger Agentur für Arbeit waren im Oktober 4398 Personen ohne Job gemeldet und erhielten Arbeitslosengeld. Das sind 305 Erwerbslose oder 6,5 Prozent weniger als im September und 418 Personen oder 8,7 Prozent weniger als im Oktober 2016. Beim Jobcenter wiederum waren 5168 Erwerbslose registriert. Diese bekamen Sozialleistungen in Form von Hartz IV. Deren Zahl sank im Vergleich zum Vormonat um 147 Personen oder 2,8 Prozent. Im Oktober 2016 waren beim Jobcenter noch 5483 Personen arbeitslos gemeldet, das entsprach einem Prozentsatz von 5,1.

Parallel zu den sinkenden Arbeitslosenzahlen ist das Stellenangebot im Kreis gestiegen: 1473 neue Stellen hatten die Unternehmen im Oktober ausgeschrieben, das sind 168 Stellen mehr als im September und ein Plus von 113 Gesuchen im Vergleich zum Oktober des Vorjahres. Allerdings setzten mehr als zwei Drittel der Stellengesuche berufliche Qualifikationen und Kenntnisse voraus. „Trotz der sehr guten Beschäftigungsaussichten bleibt die Lage somit für gering qualifizierte Arbeitssuchende weiterhin schwierig“, sagt der Chef der Ludwigsburger Arbeitsagentur.

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