Der Geier steht am 2. September in der Wilhelma im Mittelpunkt von Aktionen. Foto: Wilhelma Stuttgart/Lisa-Marie Grimmer

Am Welt-Geier-Tag am 2. September gibt es in der Stuttgarter Wilhelma allerlei Informationen rund um die Aasfresser. Am 3. September folgen Aktionen zum Artenschutz.

Die Stuttgarter Wilhelma wartet am kommenden Wochenende gleich mit zwei Sonderveranstaltungen auf: dem Welt-Geier Tag und dem Artenschutz-Tag. Denn im Zoo der Landeshauptstadt leben zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Viele von ihnen sind in ihren Heimatgebieten nur noch selten anzutreffen. Mit Kooperationspartnern aus aller Welt hilft der Zoologisch-Botanische Garten daher, das Überleben dieser Arten dort zu sichern, wo sie ursprünglich zu Hause sind. Wie das funktioniert, erfahren die Besucher im Zoo.

 

Der Samstag, 2. September, steht ganz im Zeichen der Geier. Den stattlichen Greifvögeln eilt zu Unrecht ein schlechter Ruf voraus, da sie sich vor allem von Aas ernähren. Am Welt-Geier-Tag erklären die Mitarbeiter der Wilhelmaschule, wie diese Tiere genau wegen ihrer Vorliebe für Kadaver Krankheiten vorbeugen und damit zu einem gesunden Ökosystem beitragen. Von 11 bis 17 Uhr können die Gäste mit Memory, Quizfragen und Anschauungsmaterial Spannendes rund um Geier erfahren. Dabei geht es auch um den Erhalt dieser Tierart, für den sich die Wilhelma gemeinsam mit der Organisation VulPro in Südafrika einsetzt. Bei der kommentierten Fütterung lassen sich die Greifvögel um 13.30 Uhr in Aktion erleben.

Mehr als 40 Artenschutz-Projekte werden vorgestellt

Wer noch mehr über die etwa 40 Artenschutz-Projekte erfahren möchte, die die Wilhelma unterstützt, kann am Sonntag, 3. September, zum Artenschutz-Tag im zoologisch-botanischen Garten vorbeischauen. Organisationen aus der ganzen Welt berichten aus erster Hand von den Herausforderungen und Erfolgen ihrer Arbeit.

An zwölf Stationen erfahren die Besucher beispielsweise, wie Handy-Recycling den Gorillas hilft, warum Herdenschutzhunde die Jagd auf Geparden verhindern und wie Schneeleoparden vor Wilderei geschützt werden. Von 11 bis 17 Uhr warten Mal- und Bastelaktionen, Quiz und Infofilme auf große und kleine Besucher. In der Damaszenerhalle lässt sich auf einem Basar nach Souvenirs stöbern. Auch Gemälde des Waiblinger Künstlers Karl Zwolsky können erworben werden. Der Erlös kommt den Artenschutzprojekten zugute.

Artenschutz-Euro der Besucher hilft auch weltweit

Zu allen ihren neuen großen Tieranlagen unterstützt die Wilhelma jeweils ein passendes Projekt in der Herkunftsregion der Arten. Dazu hat sie nach fachlichen Kriterien aussichtsreiche Programme ausgewählt, die bedrohte Arten schützen, etwa durch Auffangstationen, die verletzte Tiere medizinisch behandeln und auf ihre Wiederauswilderung vorbereiten, oder deren Lebensraum erhalten beziehungsweise wiederherstellen.

Auch die Besucher leisten mit dem Artenschutz-Euro schon beim Ticketkauf einen kleinen, wirksamen Beitrag. Am Artenschutz-Tag erhalten die Spender die Möglichkeit, persönlich mit den Artenschützern ins Gespräch zu kommen und sich erklären zu lassen, wie die Gelder eingesetzt werden. Für die Teilnahme am Welt-Geier-Tag und am Artenschutz-Tag genügt der reguläre Eintrittspreis oder eine Jahreskarte. Ein zusätzliches Ticket ist nicht nötig.