Muhterem Aras (Mitte) mit Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin und Revierleiterin Christina Schwab. Foto: Wilhelma Stuttgart/Lisa-Marie Grimmer

Die Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg hat die Patenschaft für zwei Papageien Pedro und Theo im Zoo übernommen, rechtzeitig zum Welt-Papageientag am 31. Mai.

Die Namensgleichheit hat es Landtagspräsidentin Muhterem Aras leicht gemacht, zwei Papageienvögel in der Wilhelma unter ihre patenschaftlichen Fittiche zu nehmen. Zudem handelt es sich bei den Aras um das Zootier des Jahres. Gerade rechtzeitig zum Weltpapageientag am 31. Mai soll daran erinnert werden, dass die Hälfte aller Papageienarten auf der Welt vom Aussterben bedroht, ein Viertel stark gefährdet ist. Auf den Subtropenterrassen leben Muhterem Aras’ beide Patentiere Pedro und Theo. Dort sind auf zwei Ebenen in über 20 Volieren Papageienarten aus vier Kontinenten und viele weitere Vögel zu sehen.

 

Gelbbrustaras sind wie viele Papageien bei der Partnersuche wählerisch und leben, haben sie sich einmal gefunden, monogam. Da darf der Partner, wie bei Theo und Pedro, auch vom gleichen Geschlecht sein. „Meine Namensvettern zeigen: Das Leben ist manchmal herausfordernd – aber auch bunt und vielfältig“, sagt die Landtagspräsidentin. „Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass diese Vielfalt erhalten bleibt. Ich freue mich daher sehr, dass ich die Patenschaft übernehmen darf. Theo und Pedro, ihr beide seid spitze!“

Gelbbrustaras haben eine knallgelbe Brust, Rücken und Flügeloberseiten sind leuchtend blau. Die südamerikanischen Papageien sind etwa 80 bis 90 Zentimeter groß. Sie leben in tropischen und subtropischen Wäldern und Halbsavannen in der Nähe von Flussläufen. Ihr Bestand gilt als noch nicht akut gefährdet, aber ihr Lebensraum nimmt durch menschliche Eingriffe stetig ab. Andere Ara-Arten wie der Soldatenara oder der Rotohrara, stehen kurz vor der Ausrottung. Ihre Lebensräume sind durch Rodung und Besiedelung bedroht.

Ara-Papagei ist Zootier des Jahres

Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP), in der auch die Wilhelma Mitglied ist, hat deshalb den Ara zum Zootier des Jahres 2023 bestimmt. Um das Überleben der vom Aussterben bedrohter Arten zu sichern, müssen vor allem deren angestammte Habitate erhalten werden. Bei der „Zootier des Jahres“-Kampagne werden Spenden eingeworben und an Organisationen vor Ort weitergeleitet, die davon Land kaufen. Eine davon ist die Fundacion Jocotoco, die bereits 16 Reservate in Ecuador geschaffen hat, um bedrohten Tierarten Schutz zu gewähren – unter anderem dem Soldatenara. Der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart unterstützt Jocotoco schon seit längerem: Rund 350 000 Euro, finanziert aus dem im Wilhelma-Eintritt enthaltenen Artenschutz-Euro, flossen in den letzten drei Jahren in den Ankauf von Regenwald, um ihn als Lebensraum zu bewahren.

Am Welt-Papageientag können Besucherinnen und Besucher sich von 11 bis 17 Uhr auf den Subtropenterrassen in der Wilhelma über den Artenschutz und die intelligenten Vögel informieren. Ein Quiz gibt es außerdem.