Foto: Polizei

Am Mittwoch war der Fall des unbekannten Toten in der Sendung Thema, jetzt gibt es neue Hinweise.  

Rutesheim - Neue Spuren im Fall der vor mehr als einem Jahr in einem Wald bei Rutesheim (Kreis Böblingen) gefundenen menschlichen Knochen: "Wir haben zwei Hinweise auf konkrete Personen bekommen", erklärte eine Sprecherin von "Aktenzeichen XY...ungelöst" am Donnerstag, einen Tag nach der Ausstrahlung der TV-Sendung.

Darin war der Fall des unbekannten Toten neu aufgerollt worden. Es ist weiter unklar, ob er Opfer einer Gewalttat wurde. Weil das Todesdatum so weit zurückliegt, seien die Ermittler sehr zufrieden mit den eingegangenen Hinweisen, sagte die Sprecherin.

Teilnehmer einer Treibjagd haben die Skelettteile im Unterholz entdeckt. In der Nähe lagen eine dunkle Veloursjacke und Halbschuhe. Die Böblinger Kripo schließt aus dem Verkaufszeitraum der Kleidungsstücke, dass der Unbekannte zwischen Ende 2001 und dem Jahr 2003 ums Leben gekommen ist.

Gefunden wurden im Wald auch die Fetzen eines T-Shirts: "Mit glatten Messerstichen", so die Presseagentur. "Es kann auch eine Schere gewesen sein", sagt Vincon. Fest steht: Fasern des Shirts wurden durchtrennt und nicht zerrissen.

Die spektakulären Erkenntnisse über den Toten, die bisher aber noch nicht zu seiner Identifizierung geführt haben, verdankt die Polizei Wissenschaftlern. Sie rekonstruierten das Gesicht und haben Weiteres herausgebracht. Demnach hat der Mann Rastalocken gehabt, ist 29 bis 35 Jahre alt geworden, war 1,66 bis 1,72 Meter groß und sehr schlank. Er ist im südlichen Balkan aufgewachsen und etwa zwei Jahre vor seinem Tod nach Deutschland gekommen.

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