AfD-Spitzenkandidat Gauland bekam „Hausverbot“ bei einem Hotel im baden-württembergischen Bad Mergentheim, meint Landtagsabgeordnete Christina Baum auf Facebook. Foto: dpa

Die Hotelzimmersuche von AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland sorgt für Wirbel. Landtagsabgeordnete Christina Baum zieht einen Vergleich zur Judenverfolgung.

Bad Mergentheim - Wirbel um ein abgelehntes Hotelzimmer für AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland: Die Kreisvorsitzende der AfD Main Tauber, die Landtagsabgeordnete Christina Baum, beklagt auf Facebook, dass die AfD bei der Suche nach einem Zimmer für Gauland in Bad Mergentheim eine Absage kassiert hat. Gauland wird am 16. September zu einer Wahlkampfveranstaltung in Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis) erwartet. In einem im Netz veröffentlichten Brief an die Geschäftsleitung des Hotels schreibt Baum von einem „Hausverbot“ und beklagt „antidemokratisches Verhalten“. „Ihr Verhalten erinnert an die vielen Mitläufer in der dunkelsten Zeit unserer Geschichte, als es hieß: „Kauft nicht bei Juden“.

Eine Sprecherin des Zentralrats der Juden sagte dem Sender Radio Ton, ein solcher Vergleich verbiete sich in jeglicher Hinsicht. Das betroffene Hotel Best Western erklärte auf Facebook: „Als Unternehmer dürfen wir im Rahmen unseres Hausrechts entscheiden, wen wir beherbergen und bewirten. In unserem Land gilt Vertragsfreiheit auch für Unternehmer.“ Es sei daher das gute Recht des Hotels, situativ zu entscheiden, wem es den Zutritt gestatte und wem nicht. Die rechtspopulistische AfD beklagte wiederholt auch Absagen bei der Suche nach Räumen für Tagungen und Parteitagen.

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