Der Infoturm Stuttgart (ITS) steht an den Gleisen des heutigen Kopfbahnhofs. Foto: ITS/Niedermüller

Was nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 einmal auf den heutigen Gleisflächen entstehen könnte, zeigt die Stadt in einem Gebäude neben dem Rathaus. Die CDU möchte die Schau näher an das künftige Stadtviertel heranrücken – und schlägt einen neuen Standort vor.

Was einmal auf den Gleisflächen entstehen könnte, die nach der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 frei werden, deutet sich bisher allenfalls schemenhaft an. Zwar hat der Stuttgarter Gemeinderat jüngst den sogenannten Rahmenplan fürs Rosensteinviertel verabschiedet. Doch die darin enthaltenen Aussagen sind noch nicht sehr konkret. Klarer werden die städtebaulichen Vorgaben in den kleinteiligeren Bebauungsplänen, die allerdings erst noch erarbeitet und verabschiedet werden müssen.

 

Nächste Großbaustelle in Sicht

Die Umwandlung der Bahnanlagen in Wohn- und Arbeitsquartiere beschert der Stadt eine weitere Großbaustelle. „Diese wird die Stadt in den nächsten 10 Jahren prägen und bedarf weiterhin einererfolgreichen Kommunikation“, schreiben Stadträte der CDU in einem aktuellen Antrag. Es erscheine ihnen daher wichtig. „dass die Ausstellung zum Rosensteinprojekt im neuen Quartier eine neue Heimat findet“.

Seit Ende 2021 legt die Stadt ihre bisherigen Vorstellungen zur Entwicklung des gut 80 Hektar großen Areals in einer Ausstellung im Schatten des Rathauses dar. Rund 3,7 Millionen Euro hat sie in die Einrichtung eines gut 300 Quadratmeter großen Schauraums an der Eichstraße investiert.

Überblick über das künftige Baugebiet

Der CDU schwebt nun allerdings vor, die Ausstellung in die Nähe des zu planenden Gebietes zu bringen. Als einen möglichen Ort nehmen die Christdemokraten den sogenannten Infoturm Stuttgart (ITS) ins Visier. In dem roten Turm aus Fertigteilen, dessen Eingang bei Gleis 16 des Hauptbahnhofs ist, wirbt der Bahnprojektverein Stuttgart-Ulm, an dem Bahn, Land, Stadt und Region beteiligt sind, für Stuttgart 21. Von der Dachterrasse überblicken die Besucher die Baustelle des neuen Bahnhofs gleichermaßen wie die Gleise, die zum noch bestehenden Kopfbahnhof führen.

Der Turm sei inzwischen aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken, heißt es in dem Antrag der CDU. Mit der derzeit für Ende 2025 angekündigten Inbetriebnahme des neuen Bahnknotens werde der „Turm voraussichtlich nicht mehr benötigt. Damit bietet sich die einmalige Chance, die Modulbauten für andere Zwecke in der Stadt zu nutzen“. Die CDU will nun vom Rathaus geprüft wissen, ob diese „für die Ausstellung im künftigen Rosensteinquartier nachgenutzt werden können“. Zudem ist es den Antragstellern wichtig, dass der Infoturm zudem „auch weiterhin als besonderer Veranstaltungsort “ zur Verfügung steht. Darüber hinaus würden „wichtige Räumlichkeiten für die Internationale Bauausstellung (IBA ’27) entstehen“.