Der schriftliche Aufruf zur Sperrmüllabholung ist eine dreiste Fälschung. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

In Stuttgart-Zuffenhausen wurden Briefkästen mit Wurfpost gefüllt. Sie verspricht eine städtische Sperrmüllabfuhr, die es gar nicht gibt.

Stuttgart - Im Stadtbezirk Zuffenhausen sind in den vergangenen Tagen Briefkästen mit gefälschten Flugblättern gefüllt worden, die in der Überschrift eine städtische Sperrmüllsammlung für diesen Samstag, 12. Mai, ankündigen. Allerdings steht im Text dann der Bezirk Feuerbach.

Erstmals organisiere die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) in allen Stadtteilen eine zentrale Sperrmüllsammlung, heißt es auf dem A4-Blatt unter dem offiziellen Logo des AWS und der Stadt. Man kooperiere dabei mit dem Projekt Upcycle Furniture Stuttgart, „so werden aus Ihren alten Möbeln – oder Teilen davon – neue!“, heißt es, der Sperrmüll solle bis spätestens 8 Uhr auf dem Gehweg bereit gestellt werden. Explizit erwünscht seien alte Holzmöbel.

In Stuttgart gibt es seit Jahren keine zentrale Sperrmüllsammlung mehr, solcher Müll wird nur nach vorhergehender Anmeldung (über Anmeldekarten oder www.stuttgart.de/sperrmuellbestellung) abgeholt, darauf weist die Pressestelle der Stadt hin. Beim AWS gingen am Freitag Nachfragen zu der Wurfsendung ein. „Wir haben den Fall der Polizei übergeben und prüfen, wie wir gegen den gefälschten Aufruf vorgehen können und ob er strafrechtliche Relevanz hat“, so eine Sprecherin des Eigenbetriebs. Einen derartigen Aufruf habe es bisher nicht gegeben.

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