Ministerpräsident Winfried Kretschmann äußert sich zu den möglichen Finanzproblemen der Deutschen Bahn. Foto: dpa/Marijan Murat

Mögliche finanzielle Schwierigkeiten der Bahn auch im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 betreffen nach Aussage von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in erster Linie nicht das Land. Der Bundesrechnungshof hatte zuvor eine Finanzierungslücke der Bahn von drei Milliarden Euro aufgedeckt.

Stuttgart - Mögliche finanzielle Schwierigkeiten der Bahn auch im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 betreffen nach Aussage von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in erster Linie nicht das Land. „Wir sind nicht die Bauherren dieses Projekts“, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. „An die wendet sich das.“ Das habe erst Auswirkungen auf den Bund als Eigentümer der Bahn und auf die Bahn selber. Das Land sei nur Teil der Projektgesellschaft.

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Der Bundesrechnungshof hatte angesichts der Gewinneinbrüche bei der Deutschen Bahn vor wachsenden finanziellen Problemen gewarnt. Die Bahn könne möglicherweise ihre Investitionen nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren. Der Bahnhof soll Ende 2025 fertig sein.

Kosten liegen bei 8,2 Milliarden Euro

Bei Baubeginn 2010 hatte das Kostenlimit für den unterirdischen Bahnhof und die Anschlussstrecken bei 4,5 Milliarden Euro gelegen. 8,2 Milliarden Euro waren zuletzt für das Projekt veranschlagt - und sie werden wohl gebraucht. Dazu tragen auch steigende Baukosten bei. Der Bundesrechnungshof sieht das Risiko weiterer Belastungen.

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