Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat einen Rechtsanspruch auf Lärmschutz gefordert. Foto: dpa

Die Zahl derer, die unter gesundheitsschädlichem Straßenlärm leidende, ist hoch. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) fordert nun einen Rechtsanspruch auf Lärmschutz. Auch das Thema Lärm-Grenzwerte rückt bei Hermann in den Fokus.

Stuttgart - Angesichts von einer Viertelmillion unter gesundheitsschädlichem Straßenlärm leidenden Menschen hat Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) einen Rechtsanspruch auf Lärmschutz gefordert. Ähnlich wie bei der Luftbelastung bereite die EU eine Klage gegen Deutschland vor, da Vorgaben zum Lärmschutz vielerorts nicht beachtet würden. So hätten 250 Kommunen im Südwesten noch keine Lärmminderungspläne vorgelegt, obwohl sie dazu seit etlichen Jahren aufgefordert seien. Hermann forderte zudem eine Absenkung der Grenzwerte. „Schlechte Luft macht krank, Lärm macht aber auch krank.“

Fehlender Anspruch Betroffener auf Lärmschutz an bestehenden Straßen

Bei einem Lärmkongress in Stuttgart wollten sich am Donnerstag und Freitag rund 300 Experten über Erkenntnisse und Möglichkeiten der Lärmbekämpfung austauschen. Kernproblem bleibe der fehlende Anspruch auf Lärmschutz für Betroffene an bestehenden Straßen, sagte Hermann. Lediglich bei Neu- oder größeren Umbauten muss sichergestellt sein, dass kein schädlicher Lärm entsteht.

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