Hohe Zinsen und gestiegene Baukosten: Der Bau des Hauses im Lerchenweg verzögert sich. Gemeinde und Betreiber warten auf bessere Bedingungen.
So schnell wie geplant oder zumindest erhofft wird es wohl nichts werden mit einer Wohn- und Pflegeeinrichtung im Ort für die älteren Wimsheimerinnen und Wimsheimer. Zwar hat die Gemeinde selbst alle nötigen Vorleistungen erbracht, aber der künftige Betreiber hat um mehr Zeit zur Realisierung des Projekts Wohnen und Leben im Alter gebeten. Begründet wird dies mit gestiegenen Kosten für den Bau selbst als auch für die Finanzierung des Vorhabens wegen höherer Zinsen.
30 Pflegeplätze und 20 betreute Wohnungen in zwei Gebäuden sollen auf dem 2600 Quadratmeter großen Grundstück am Lerchenweg entstehen. Als künftige Betreiberin war nach einem Wettbewerb die Evangelische Altenheimat aus Stuttgart ausgewählt worden, die zahlreiche ähnliche Projekte betreibt, unter anderem das Schwester-Karoline Haus in Friolzheim. Die Gemeinde hat Ende 2022 einen Bebauungsplan verabschiedet und das Grundstück verkauft. Die Evangelische Altenheimat hat ein Baugesuch eingereicht und muss sich um die Pflegegenehmigung kümmern, erklärte der Bürgermeister Mario Weisbrich auf Nachfrage. Das Projekt wäre jetzt umsetzbar, so Weisbrich, doch nun sind die Baukosten stark gestiegen. Diese müssten aber auf die künftigen Bewohner umgelegt werden, was deren Kosten so verteuern würde, dass sie nicht mehr umsetzbar wären.
Nun gibt die Gemeinde dem künftigen Betreiber mehr Zeit für die Realisierung der Pflegeeinrichtung, um eine Verbesserung der Rahmenbedingungen abzuwarten, wie es hieß. Sowohl die Gemeinde als auch die Evangelische Altenheimat wollen weiter an den gemeinsamen Plänen festhalten, zumal bereits von beiden Seiten umfangreiche Investitionen getätigt wurden. Noch in diesem Jahr soll aber das Grundstück leer geräumt werden, auf dem noch ein altes Gebäude steht, in dem früher die Rettungswache mit Notarzt untergebracht war.