Dressierte Elefanten rufen Tierschützer auf den Plan Foto: dpa

Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert den Weltweihnachtscircus wegen ihres „skrupellosen“ Umgangs mit den Elefanten. Die Artistenfamilie lässt diesen Vorwurf jedoch nicht auf sich sitzen.

Stuttgart - Beim Gastspiel des Weltweihnachtscircus werden sich wie so oft Zirkusmacher und Tierrechtler unversöhnlich begegnen. Die Tierrechtsorganisation Peta tritt noch vor der Premiere auf den Plan und kritisiert die Artistenfamilie Casselly als „skrupellos“ im Umgang mit ihren Elefanten. Die Stadt Stuttgart bescheinigt dem Zirkus eine Tierhaltung, „die über das vorgeschriebene Maß hinaus geht“.

Die Tiere, so der Vorwurf von Peta, würden mit „versteckten Metallhaken zu unnatürlichen Höchstleistungen“ gezwungen. Als Beleg dient den Tierrechtlern ein selbstgefertigtes Video von einer Show im Jahr 2012. Mit einer Protestaktion am heutigen Dienstag auf dem Marktplatz will Peta die Stadt Stuttgart dazu bewegen, Zirkusse mit Wildtiernummern den Zugang zu städtischen Festplätzen zu verwehren.

René Casselly, Chef der Truppe, reklamiert für sich die Erfahrung seiner Familie im Umgang mit Elefanten über sieben Generationen, und: „Tiere sind in gut geführten Zoos oder Zirkussen besser aufgehoben als in Afrika, wo sie oft zum Abschuss freigegeben sind.“ Der Chef des Weltweihnachtscircus, Henk van der Meyden, verweist auf die seit Jahren strengen Kontrollen der Stadt Stuttgart.

Man habe den Zirkus am 4. Dezember überprüft, sagt der städtische Veterinär Thomas Stegmanns. Ergebnis: „Die Haltung ist absolut vorbildlich.“ Eine weitere unangekündigte Kontrolle werde folgen.

Keine Genehmigung gebe es etwa für Giraffen oder Flusspferde, deren Haltung wesentlich komplizierter sei. Zuletzt hatte die Stadt Heilbronn entscheiden, Zirkusse mit Wildtieren auf kommunalen Flächen künftig nicht mehr zuzulassen.

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