Beate Böhlen (Grüne) ist zur neuen Bürgerbeauftragten in Baden-Württemberg gewählt worden. Foto: dpa/Marijan Murat

Im zweiten Versuch ist die Grünen-Politikerin Beate Böhlen zur Bürgerbeauftragten Baden-Württembergs gewählt worden. Böhlen will andere politische Ämter hierfür Ruhen lassen.

Stuttgart - Die Grünen-Politikerin Beate Böhlen ist neue Bürgerbeauftragte des Landes Baden-Württemberg. Die 52-Jährige erhielt am Mittwoch bei der geheimen Wahl im Landtag 84 von 135 Stimmen. Es gab 47 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen. Im ersten Wahlgang vor der Sommerpause war Böhlen durchgefallen. Damals gab es vor allem seitens des Koalitionspartners CDU Kritik daran, dass Böhlen weiter in Baden-Baden im Gemeinderat bleiben wollte. Im September erklärte Böhlen dann, sowohl Landtags- als auch Gemeinderatsmandat niederlegen zu wollen.

Bürger können sich an die Beauftragte wenden, wenn sie Probleme mit den Behörden des Landes haben. Der bisherige Bürgerbeauftragte Volker Schindler hatte sein Amt Ende August abgegeben. Böhlen tritt das Amt zum 1. November an.

Böhlen sagte, sie wolle das Amt der Bürgerbeauftragten bekannter machen - die Menschen sollten sich ohne Hemmungen an sie wenden, wenn sie Fragen oder Anregungen zum Handeln der Verwaltung hätten. „Das Schöne ist, dass man als Bürgerbeauftragte tatsächlich viel Zeit hat, sich intensiv mit den Bürgerinnen und Bürgern zu beschäftigen“, sagte Böhlen der Deutschen Presse-Agentur. Dazu, dass sie auf Drängen der CDU ihr Gemeinderatsmandat abgeben musste, sagte sie: „Das ist das weinende Auge.“ Rechtlich sei es nicht nötig gewesen, das Mandat aufzugeben. „Da überlasse ich die Kommentierung dem Betrachter.“

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