An dieser Treppe wurde der Mann gefunden. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Im Fall eines Mannes, der am Neujahrsmorgen schwer verletzt am Kleinen Schlossplatz lag, hat die Polizei erste Hinweise erhalten. Sie sucht jedoch dringend weitere Zeugen – vor allem die Aussage zweier Frauen sei wichtig.

Stuttgart - Im Fall des am Neujahrsmorgen schwer verletzt aufgefunden Mannes hat die Polizei erste Zeugenhinweise erhalten. Demnach war der Mann vor seinem Sturz angegriffen worden, sagt ein Sprecher der Polizei. Nun hoffen die Ermittler noch auf weitere Hinweise, unter anderem von zwei Ersthelferinnen.

Schwere Kopfverletzungen: Der Mann liegt im Koma

In den frühen Morgenstunden fanden Passanten am 1. Januar einen 58 Jahre alten Mann bewusstlos an der Friedrichstraße. Er war offenbar auf der Treppe gestürzt, die vom Kleinen Schlossplatz zur Friedrichstraße führt. Der Mann hatte schwere Verletzungen am Hinterkopf und im Gesicht und liegt seither im Koma. Die Polizei stand zunächst vor einem Rätsel, weil man nicht wusste, was geschehen war. Erste Hinweise liegen nun vor: Eine Zeugin habe beobachtet, dass der Mann angegriffen wurde. Weitere Details zur Attacke sind noch nicht bekannt. Nur so viel: Der Mann soll vor dem Treppensturz geschlagen worden sein. Außerdem weiß die Polizei inzwischen, dass zwei Frauen Erste Hilfe leisteten. Sie sollen dem Mann dessen Jacke ausgezogen und als Polster unter den Kopf gelegt haben. Die Polizei hofft, dass auch die Ersthelferinnen noch zum Telefon greifen und sich melden werden.

Der Fall hatte die Polizei zunächst vor ein großes Rätsel gestellt. Denn niemand meldete einen Überfall oder Ähnliches. Das war insofern ungewöhnlich, weil laut der Polizei in der Neujahrsnacht um die Uhrzeit, als der Zwischenfall geschah, noch viele Feiernde in der City unterwegs waren. Der Mann wurde gegen 6.45 Uhr gefunden, vermutlich fand der Überfall nicht allzu lange davor statt. Rätselhaft war auch, warum die Polizei erst mit zwei Tagen Verzögerung – am 3. Januar – von dem gefundenen Mann erfuhr.

Weitere Zeugen bittet die Kriminalpolizei, sich unter 0711/8990 5778 zu melden.

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