Ergebnis eines regionalen Förderprogramms: Wohnmobilabstellplätze mit Blick auf den Hohenneuffen Foto: Ines Rudel

Seit dem Jahr 2014 unterstützt der Verband Region Stuttgart Projekte von Kommunen in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus. Dieses Programm soll jetzt verlängert werden. Daraus sind praktische Lösungen entwickelt worden – etwa ein Konzept für Wohnmobilabstellplätze oder Online-Schaufenster für den Einzelhandel.

Stuttgart - Die Region verlängert ihr Kofinanzierungsprogramm „Wirtschaft und Tourismus“. Dafür sollen bis 2023 jährlich 350 000 Euro ausgegeben werden. Damit werden vom Verband Region Stuttgart Projekte unterstützt, die von mehreren Kommunen gemeinsam getragen werden. Entschieden wird darüber formal in der Regionalversammlung im Rahmen der Haushaltsberatungen im Herbst, der Wirtschaftsausschuss stimmte der Verlängerung aber bereits zu.

Fast zwei Millionen Euro für 25 Projekte

Seit 2014 gibt es das Förderprogramm, mittlerweile sind 25 Projekte mit knapp zwei Millionen Euro unterstützt worden. In diesem Jahr kommen weitere dazu – welche, auch das wird im Herbst beschlossen. Bezuschusst wurden zuletzt so unterschiedliche Projekte wie eine Steillagen-App im Kreis Ludwigsburg, die Besucher über die Weinlagen am Neckarufer informiert, oder ein Online-Schaufenster des Einzelhandels in Esslingen und Plochingen. Geld gab es auch für das virtuelle Zentrum Elektromobilität der Stadt Stuttgart und der Kfz-Innung Region Stuttgart, für die Entwicklung einer Premiumwandermarke und für den Ausbau der Wohnmobilstellplätze in der Region. Die Projekte sind in allen fünf Kreisen der Region und der Stadt Stuttgart beheimatet. 14 werden nach Angaben des Verbands mittlerweile eigenständig weitergeführt, andere, etwa im Bereich Logistik, versandeten.

Region übernimmt höchstens die Hälfte

Die Region bezahlt maximal die Hälfte der Kosten, die andere Hälfte müssen die Antragsteller tragen. Allerdings kann auch der Verband Region Stuttgart selbst Projekte anstoßen und die mit bis zu 100 000 Euro unterstützen. Gerade in der Corona-Krise könne das Programm Kommunen helfen, zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln und die Digitalisierung voranzubringen – zum Beispiel Online-Angebote oder intelligente Belieferungssysteme für Einzelhandel und Gastronomie, so der Verband. Um die Kofinanzierung bewerben können sich Kommunen, kommunale Zweckverbände sowie mehrheitlich im öffentlichen Besitz befindliche Firmen.

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