Die Handwerker im Südwesten können sich über mangelnde Aufträge nicht beklagen. Foto: dpa

Die Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg haben weiterhin prall gefüllte Auftragsbücher. Die Prognosen für den Jahresumsatz wurden nochmals nach oben korrigiert. Dabei wären sogar noch bessere Zahlen möglich.

Stuttgart - Angesichts gut gefüllter Auftragsbücher rechnen die baden-württembergischen Handwerksbetriebe für 2018 erstmals mit einem Umsatz von zusammen mehr als 100 Milliarden Euro. Kurz vor Ende des Jahres schraubte der Handwerkstag seine Prognose für den Netto-Umsatz, also ohne Mehrwertsteuer, am Donnerstag noch einmal um 1,5 Prozentpunkte nach oben. Er geht nun von einem Wachstum von mindestens 4,5 Prozent aus. 2019 sollen es mindestens 3,5 Prozent sein.

Wären viele Betriebe nicht schon am Limit oder darüber hinaus, weil ihnen Personal fehle, wäre der Zuwachs wohl noch höher ausgefallen, sagte Verbandspräsident Rainer Reichhold. Die Politik müsse mehr tun, damit sich die Lage nicht noch weiter verschärfe. „Ein schnelles Verabschieden des Fachkräftezuwanderungsgesetzes gehört in jedem Fall dazu.“

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