Aus dem Lautsprecher ist „Ihr seid doch Spinner“ zu hören (Symbolbild). Foto: dpa/Boris Roessler

Die Besatzung eines Düsseldorfer Rettungswagens bezeichnet selbst ernannte „Corona-Rebellen“ über Lautsprecher als „Spinner“. Ein Video zeigt die Aktion, für die es im Netz viel Zuspruch gibt.

Düsseldorf - Das kurze Video eines Düsseldorfer Rettungswagens, dessen Besatzung selbst ernannte „Corona-Rebellen“ über Lautsprecher als „Spinner“ bezeichnet hat, sorgt für Debatten und eine Welle der Solidarität im Internet. Der Hashtag #IhrSeidDochSpinner war einer der meist benutzten am Freitag bei Twitter.

In der Sequenz, die am Donnerstag in zahlreichen Sozialen Medien geteilt wurde, ist zu sehen, wie ein Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn an der Kundgebung vorbeifährt und aus dem Lautsprecher „Ihr seid doch Spinner“ zu hören ist.

Die Düsseldorfer Feuerwehr bestätigte den Vorfall, das Video sei am vergangenen Sonntag entstanden. „Die Äußerung über die Lautsprecheranlage des Fahrzeugs ist unangemessen und spiegelt nicht die Professionalität wider, die wir von allen Mitarbeitenden erwarten“, teilte die Feuerwehr am Donnerstagabend mit. Es habe sich wohl um eine Reaktion „aus einer sehr belastenden Situation heraus gehandelt“. Der Mitarbeiter habe ermittelt werden können und gehöre zu einer Partnerorganisation des Rettungsdienstes. Dort solle der Sachverhalt intern aufgeklärt werden.

Während sich die Demonstranten in dem Video über die Durchsage beschweren und es im Netz auch kritische Stimmen gibt, stellte sich ein Großteil der Twitter-User hinter die Besatzung des Rettungswagens. „Volle Solidarität“ forderten viele, oder sogar einen Gehaltsbonus statt negativer Konsequenzen.

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