Teammanger Günther Schäfer hat beim VfB noch lange nicht genug. Foto: Pressefoto Baumann

Ohne VfB-Teammananger Günther Schäfer läuft im Trainingslager nichts – der ehemalige Verteidiger ist der Fixpunkt im Team hinter dem Team. Und er hat noch lange nicht genug.

La Manga - Was haben Paolo Maldini (AC Mailand), Tony Adams (Arsenal FC) und Klaus Augenthaler (FC Bayern München) gemeinsam? Sie sind alle sogenannte „One Club Men“, also Spieler, die in ihrer Profilaufbahn nur bei einem Verein gespielt haben. Fast, aber nur fast könnte man Günther Schäfer ebenfalls in einer Reihe mit den drei Legenden aufzählen. Schäfer absolvierte 373 Bundesligaspiele (neun Tore), davon 331 für den VfB, 42 für Bielefeld. Irgendwie kann man Schäfer aber dennoch dazu zählen. Denn bis auf den knapp zweijährigen Ausflug auf die Alm war und ist Schäfer beim VfB Stuttgart nicht wegzudenken. Der ehemalige Verteidiger war bei den Roten schon in nahezu jeder Funktion tätig. Co-Trainer, Leiter der Fußballschule, Fan-Beauftragter, Repräsentant, seit 2015 ist er nun als Teammanager tätig.

Vielfältiges Aufgabengebiet

Im Trainingslager wurde nun bekanntgegeben, dass Schäfer bis mindestens 2020 in dieser Rolle weiter machen wird. „Ich bin dem VfB sehr dankbar, dass ich diese Funktion ausüben und meinen Teil beitragen darf“, freut sich Schäfer. „Es ist ein super-interessanter Job. Kein Tag ist wie der andere. Ich versuche alles zu ermöglichen, dass die Jungs sich voll auf den Job fokussieren können.“

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Zu seinen Aufgaben gehört nicht nur das Organisieren eines Trainingslagers oder die Ermöglichung von Testspielen vor Ort, auch die soziale Komponente ist immens wichtig. Wenn man ihn in La Manga sieht, so vergeht kaum eine Trainingseinheit, in der Schäfer nicht den intensiven Kontakt zu allen Beteiligten sucht, ständig im Austausch ist oder jede Menge Hände schüttelt. „Ich versuche einfach alle mitzunehmen, damit eine positive Stimmung entstehen kann. Das gilt insbesondere auch für die VfB-Fans. Egal, ob hier ins Spanien oder zuhause in Stuttgart“, beschreibt Schäfer.

Der Unterschied zu früher

Seine langjährige Erfahrung als Spieler bringt er ständig ein. „Als ich ein junger Spieler war da kamen auch Bernd oder Karl-Heinz Förster zu mir, gaben Tipps oder machten auch mal eine Ansage. So gehe ich heute auch auf unsere Jungen zu. Und das nehmen sie auch an“, gibt der zweimalige Deutsche Meister Einblick und nennt auch Fallstricke: „Für die Spieler ist es heute in Zeiten von Social Media viel schwieriger als früher. Da war es viel einfacher, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen.“

Auf den Charakter der Truppe lässt er nichts kommen. „Wir haben eine super intakte Truppe. Das gilt auch für den Staff. Sozialverhalten, Disziplin, Respekt – das ist alles außergewöhnlich. Das Klima in der Mannschaft und im Team hinter dem Team ist aktuell überragend.“

Schäfer will den Rasen weiter riechen

Geht es nach Schäfer, so ist für ihn noch lange nicht Schluss. Schäfer will weiter den Rasen riechen. Auch wenn das bedeutet, noch 20 Jahre nach seiner aktiven Laufbahn täglich die Ballonseide aufzutragen und im Spieltagsrhythmus durch die Saison zu leben. „Ich möchte diese Aufgabe auch so lange wie möglich ausüben“, blickt er in die Zukunft und beteuert noch einmal, wie viel ihm diese Aufgabe gibt. „Der Fußball, der VfB, hat mein ganzes Leben begleitet. Außerdem: Wenn ich länger als drei Tage zuhause bin werde ich so unruhig, dass mich meine Frau rauswirft!“

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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