Klar ist nun, dass der VfB mindestens seine ersten drei Heimspiele der neuen Saison gegen Freiburg, Leverkusen und Köln vor weitgehend leeren Rängen bestreiten muss. Foto: Baumann

Stuttgarts Clubchef Thomas Hitzlsperger zeigt Verständnis für die Entscheidung, mindestens bis zum 31. Oktober weiter vor weitgehend leeren Rängen spielen zu müssen. Er fordert aber, die Lage stets neu zu überdenken.

Stuttgart - Der Trainingsplatz des FC Kitzbühel ist am Donnerstag komplett verwaist. Der Grund ist dabei ein ganz einfacher: Nach der regenerativen Einheit der VfB-Profis am Vormittag im Teamhotel Kitzhof Mountain Resort hat der Trainer Pellegrino Matarazzo den Spielern für den Nachmittag freigegeben.

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Während die Fußballer um den VfB-Routinier und Interims-Kapitän Gonzalo Castro das schöne Tiroler Wetter jeder auf seine Weise genießen durften, erreichte auch den Stuttgarter Tross am Nachmittag die von vielen erwartete Kunde, dass es nach dem Aufstieg ins deutsche Fußball-Oberhaus auch in absehbarer Zukunft mit Spielen vor weitgehend leeren Rängen weitergehen wird. Denn mehr als 500 Zuschauer wird auch der VfB zum Ligaauftakt am Samstag, 19. September um 15.30 Uhr gegen den baden-württembergischen Rivalen SC Freiburg keinesfalls im Stadion begrüßen dürfen. Aber auch inwieweit diese 500 Anhänger zugelassen werden, ließ die Deutsche Fußball-Liga (DFL) vorerst generell noch offen. Beschlossen ist derweil ein Workshop mit sämtlichen Teams, in dem auch dies besprochen werden soll.

Hitzlsperger überlässt die Entscheidung der Politik

„An erster Stelle steht immer die Gesundheit der Menschen. Es ist eine Angelegenheit der Politik, zu entscheiden, wann es im Bundesliga-Fußball wieder mit größeren Zuschauermengen weitergeht“, sagte der VfB-Vorstandvorsitzende Thomas Hitzlsperger, der wie der Präsident Claus Vogt aktuell bei der Mannschaft in Kitzbühel logiert. „Wir hoffen nach wie vor, dass die Fans schnellstmöglich zurückkommen können, denn es hängen für alle Clubs ja auch wirtschaftliche Faktoren dran“, ergänzte Hitzlsperger: „Als VfB sind wir auf alle Szenarien vorbereitet. Es gilt jetzt, das Infektionsgeschehen regelmäßig zu prüfen.“

Klar ist durch die jüngste politische Entscheidung allerdings, dass die Stuttgarter wie die gesamte Bundesligabranche finanziell bis auf weiteres kleinere Brötchen backen müssen. Vorerst gilt die Regelung bis zum 31. Oktober, bis auf Ebene der Staatskanzleien neu entschieden wird. Bis dahin sind bei den Stuttgartern nach dem Auftakt gegen Freiburg auch die Heimspielen gegen Leverkusen und Köln absolviert. Durchschnittlich eine Million Euro gehen dem VfB pro Partie an Zuschauereinnahmen verloren, da die Mercedes-Benz-Arena meist gut gefüllt bis nahezu ausverkauft ist.

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