Sah Licht und Schatten beim Testturnier in München: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. In unserer Bildergalerie haben wir die Eindrücke aus Heimstetten zusammengestellt. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Der VfB-Trainer ist überhaupt nicht einverstanden mit dem Abwehrverhalten seines Teams im Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach – sieht aber auch Positives beim Vorbereitungsturnier in Heimstetten.

Fünf Gegentore in 60 Minuten. Allein diese Zahlen sind schon eine Hausnummer. Und sie passten letztlich zum fehlerbehafteten Defensivverhalten des VfB Stuttgart, der bei der 1:5-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach bei einem Vorbereitungsturnier in Heimstetten bei München die Gegenspieler regelrecht zum Toreschießen einlud.

 

Entsprechend unzufrieden war auch der Trainer Sebastian Hoeneß. „Wir haben immer wieder zu einfach die Bälle verloren“, monierte der 41-Jährige, der als ein Grundproblem im Duell mit dem Bundesliga-Konkurrenten vom Niederrhein „im Aufbau zu viele fahrige Fehler ohne Pressingdruck“ ausgemacht hatte. Zudem sei die Konterabsicherung nicht gut genug gewesen: „Da müssen wir uns deutlich steigern und viel konzentrierter agieren. Und die Rückwärtsbewegung muss besser werden.“

Gute Ansätze im eigenen Ballbesitz gegen Gladbach

Viel zu tun also für den VfB in den kommenden Trainingswochen. Die Borussen jedenfalls bedankten sich in Person von Neuzugang Tomas Cvancara, dem ein Dreierpack gelang (15./48./57.). Nathan Ngoumou traf doppelt (10./45.). Neuzugang Alexander Nübel war bei seiner Premiere im VfB-Tor bei den meisten Gegentreffern machtlos. Er sah allenfalls beim letzten Gegentreffer nicht ganz glücklich aus – einem direkt verwandelten Freistoß in die Torwartecke, den Cvancara allerdings auch scharf getreten hatte.

Mit dem Spiel im eigenen Ballbesitz gegen die Gladbacher war Hoeneß dagegen durchaus einverstanden: „Von der Spielanlage war es absolut in Ordnung. Wir sind häufig ins letzte Drittel gekommen. Da fehlt uns aktuell noch Präzision und Klarheit, um die Situation auch zu Ende zu spielen“, sagte der VfB-Trainer. Ein Tor sprang letztlich dabei heraus durch Silas Katompa, der kurz nach der Pause von rechts zielstrebig ins Zentrum gezogen war und im zweiten Versuch getroffen hatte.

Generalprobe am kommenden Samstag gegen Sheffield United

Sein zweites Spiel des Tages gegen den Drittligisten 1860 München – ebenfalls über zweimal 30 Minuten – dominierte der VfB dann über weite Strecken. Vor allem im ersten Durchgang. „Die erste Halbzeit fand ich sehr gut mit einer unglaublich hohen Intensität“, sagte Hoeneß. Youngster Jovan Milosevic nach Vorlage von Chris Führich (9.) und Routinier Genki Haraguchi (25.) erzielten die Treffer. „Wir waren richtig griffig, haben zweite Bälle gewonnen, das Spiel komplett dominiert“, lobte der Stuttgarter Coach.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie dann zunehmend. „Die zweite Hälfte hat mir nicht mehr so gut gefallen, da hat mir ein bisschen das Tempo und die Tiefe gefehlt. Aber im Großen und Ganzen war es ordentlich.“ Letztlich blieb es beim 2:0. Das Turnier gewannen die Gladbacher, die gegen die Münchner mit 2:1 die Oberhand behielten. Für den VfB steht am kommenden Samstag beim Premier-League-Aufsteiger Sheffield United die Generalprobe vor dem Pflichtspielstart an.