Im Juli 2013 wurde Bernd Wahler zum Präsidenten des VfB Stuttgart gewählt. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart steht womöglich vor dem Abstieg aus der ersten Fußball-Bundesliga. Sollten die Roten tatsächlich den Gang in die zweite Bundesliga antreten müssen, könnte es zu Änderungen bei der geplanten Ausgliederung kommen.

Stuttgart - Die Verantwortlichen des VfB Stuttgart hatten sich das Verfahren zur Ausgliederung der Profiabteilung in eine Aktiengesellschaft gut überlegt. Bereits im Januarstarteten elf Regionalkonferenzen, die die Mitglieder über den angedachten Weg informieren sollten. Obwohl es sich dabei um einen „ergebnisoffenen Prozess“ handeln sollte, wie es von Seiten der Vereinsführung hieß, wollte man bei der Mitgliederversammlung am 17. Juli 2016 den Schnitt vollziehen.

Die Lizenzspielerabteilung des VfB Stuttgart sollte in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden, um langfristig für Geldgeber attraktiv zu bleiben. Die Pläne des Präsidiums stießen bei vielen Stuttgarter Fans auf wenig Gegenliebe, vor allem aus den Reihen der Ultras formierte sich Widerstand.

Nun, kurz vor dem 34. Spieltag und dem möglichen Abstieg des VfB Stuttgart, ändert die Vereinsführung um VfB-Präsident Bernd Wahler möglicherweise das angestrebte Vorgehen. „Sollte der Klassenerhalt nicht gelingen, müssen wir uns zusammensetzen und neu diskutieren“, sagte der 57-Jährige gegenüber Sportbild. Man müsse sich im Falle eines Bundesligaabstiegs fragen, ob man mit kurzfristigen finanziellen Mitteln die Chancen auf den direkten Wiederaufstieg steigern wolle.

Spielt der VfB Stuttgart in der Saison 2016/2017 in der zweiten Bundesliga, müssen die Verantwortlichen mit deutlich niedrigeren Einnahmen kalkulieren. Bei den Fernsehgeldern, der Haupteinnahmequelle der Fußballvereine, erhielte man nur noch rund die Hälfte der derzeit 30 Millionen Euro. Auch bei Ticketing, Merchandising und Sponsoreneinnahmen müsste der Verein in Liga zwei mit geringeren Erlösen rechnen.

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