Das Interesse am französischen Nationalspieler Benjamin Pavard vom VfB ist schon jetzt gewaltig. Foto: AFP

Wie französische Medien berichten, soll nun auch der FC Bayern an VfB-Verteidiger Benjamin Pavard interessiert sein. Doch der VfB hat alle Fäden in der Hand.

Stuttgart - Der kluge Mann baut vor, heißt es bei Friedrich Schiller. Und tatsächlich kann es auch im Profifußball nicht schaden, bereits früher an später zu denken. Also ist der VfB-Sportchef Michael Reschke bereits im vergangenen Winter zur Tat geschritten – und hat den Vertrag mit seinem französischen Ballkünstler Benjamin Pavard vorzeitig bis in den Sommer 2021 hinein verlängert. Dies brachte den Stuttgartern den Nachteil, dass sie ihren einzigen Feldspieler, der in dieser Bundesligasaison letztlich sämtliche 34 Spiele über die volle Distanz absolvieren sollte, fortan besser entlohnen mussten.

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Der Vorteil des neuen Kontraktes wiegt dies allerdings aus Stuttgarter Sicht deutlich auf. „Benjamin besitzt in seinem Vertrag keine Ausstiegsklausel“, sagt der VfB-Sportchef Michael Reschke zur aktuellen Situation um seinen 22 Jahre alten Ausnahmespieler, der sich gerade erst einen Platz im 23-köpfigen WM-Kader der Franzosen gesichert hat. Dies bedeutet: Selbst wenn Pavard, den sein Nationaltrainer Didier Deschamps als rechten Verteidiger einbauen will, eine grandiose WM spielen würde, besitzt der VfB in diesem Sommer in Transferfragen die uneingeschränkte Handlungshoheit. Im nächsten Jahr könnte sich dies allerdings ändern.

„Unsere Kernaussage ist: Wir wollen Benjamin nicht abgeben. Wir planen volles Programm mit ihm, denn er ist für uns ein absoluter Schlüsselspieler“, sagt Michael Reschke. Schließlich brodelt es in der Personalie Pavard schon jetzt kräftig in der Gerüchteküche. Ein Zustand, der sich noch ausweiten könnte, sollte Pavard bei der WM für die Équipe tricolore zum Einsatz kommen und dabei ähnlich brillieren wie zuletzt im Dress des VfB.

Hat der FC Bayern Interesse an Pavard?

Während Tottenham Hotspur längst ein Auge auf den Lockenkopf aus Maubeuge geworfen hat, bringt das französische Portal „le10sport“ jetzt einen neuen Interessenten aufs Tapet: den FC Bayern München. „Wir freuen uns über einen Spieler seiner Qualität in unserem Team. Punkt. Aus“, sagt Reschke – und blickt so auch dem angeblichen Vorstoß vonseiten des deutschen Rekordmeisters gelassen entgegen. Schon vor einigen Wochen hatte der VfB-Manager erklärt, möglichen Interessenten selbst bei einer Offerte von 30 Millionen Euro „nicht mal die Tür aufzumachen“. Jetzt legt Reschke nach: „Das heißt jetzt nicht, dass ich ihn für 40 Millionen Euro abgeben würde.“ Klar ist aber, dass es auch bei Pavard im Falle einer Mega-Offerte eine Schmerzgrenze gibt.

Fest geplant ist allerdings, dass der 22-Jährige noch mindestens eine Saison für den VfB spielt. „Der Junge fühlt sich hier sehr wohl“, sagt Reschke, der weiß, dass sich im nächsten Sommer allerdings eine neue Situation ergeben könnte. Klar ist aber auch dann: Wenn Pavard gehen sollte, dann nur für das ganz große Geld – und nur zu einem absoluten europäischen Topclub.

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