Schwierige Zeiten mit dem VfB II: Trainer Marc Kienle. Foto: Baumann

Den letzten Regionalligasieg des VfB Stuttgart II hatte es am 8. September gegeben. Trotz der Negativserie geht Trainer Marc Kienle sensibel mit seiner Mannschaft um. Und das hat durchaus triftige Gründe.

Worms - Der VfB Stuttgart II kommt in der Fußball-Regionalliga einfach nicht in die Erfolgsspur: Nach der 1:2(1:0)-Niederlage bei Wormatia Worms wartet die Mannschaft von Trainer Marc Kienle nun schon seit neun Spielen auf einen Sieg. Den letzten Dreier hatte es am 8. September beim 3:2 beim FSV Mainz 05 II gegeben. „Die Niederlage in Worms ist ärgerlich. Beide Gegentore fielen durch Kopfbälle, bei denen wir in der Abwehr den Gegenspieler nicht aufnehmen, einfach nicht konzentriert genug sind und die Gier, ein Gegentor verteidigen zu wollen, vermissen lassen“, kritisierte Trainer Marc Kienle, der erneut nur einen Torwart und zwei Feldspieler auf der Bank zur Verfügung hatte. „Wir haben an der sehr dünnen personellen Lage zu knabbern, aber ich will nicht jede Woche jammern. Wir müssen versuchen, die Situation anzunehmen.“ Neben fünf verletzten Spielern fehlte in Worms auch der gesperrte Pedro Allgaier. David Kopacz musste vorsorglich mit den Profis nach Nürnberg, saß dann aber dort nur auf der Tribüne.

Umut Günes fliegt vom Platz

Schon in der fünften Minute hatte VfB-Keeper Florian Kastenmeier in Worms einen Elfmeter von Giuseppe Burgio an den Pfosten gelenkt. Der VfB nutzte dagegen seine Strafstoßchance: David Tomic traf vom Punkt (43.) nachdem Oliver Wähling gefoult worden war. Nach der Pause drehte die Wormatia vor 833 Zuschauern durch Tore von Jan Lucas Dorow (51.) und Burgio (75.) das Spiel. Zu allem Überfluss sah VfB-Spieler Umut Günes kurz nach seiner Einwechslung auch noch die Rote Karte nach einem Foulspiel (85.). Weiter geht’s für den VfB II am 24. November beim SC Freiburg II.

„Das freie Wochenende wird uns gut tun“, sagte Kienle, der sensibel mit seinem Team umgehen will: „Ich kann die jungen Spieler, salopp formuliert, nicht an die Wand nageln, weil sie nur bedingt etwas für die Situation können.“ Was er damit sagen will: Es fehlen erfahrene Kräfte, die Halt geben. Gut möglich, dass über dieses Thema in der der 14-tägigen Pause beim VfB noch einmal intern diskutiert wird.

Aufstellung

VfB Stuttgart II: Kastenmeier –Rios Alonso (77. Nußbaumer), Suver, Kober, Grözinger – Dos Santos (81. Günes) – Almeida Morais, Werner, Wähling, Tomic – Toptik.

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