Filip Kostic verabschiedet sich vom VfB. Foto: AP

Einige Spieler wollen den in die zweite Liga abgestiegenen VfB Stuttgart verlassen. Viele Namen sind momentan im Gespräch. Bleibt die Frage: Wohin gehen die Spieler?

Stuttgart - Schöne Grüße von Filip Kostic: aus seinem Urlaub heraus teilte der serbische Außenstürmer dem VfB Stuttgart jetzt mit, dass er nicht mehr für den Club spielen wird. „Ich werde nächste Saison nicht mehr hier sein“, sagte Kostic (23), der den VfB nach dem Abstieg aus der Bundesliga für eine festgeschriebene Ablöse von rund 15 Millionen Euro verlassen kann. Auch Timo Werner und Lukas Rupp wollen weg, aber das Problem ist in allen drei Fällen dasselbe – dass es zwar Interessenten (Leicester bei Kostic, RB Leipzig bei Werner, Middlesbrough bei Rupp) gibt, aber noch keine verbindlichen Angebote.

Größerer Zeitdruck

Die Vereine warten ab – in der Hoffnung, dass die Preise fallen. Da die Saison in der zweiten Liga bereits am 5. August und damit drei Wochen vor der Bundesliga startet, steht der VfB unter einem größeren Zeitdruck als die Konkurrenten aus den ersten Ligen in Europa. Der Kader muss bald stehen, doch für Neuzugänge wie die ins Visier genommenen Carlos Embalo (21) von US Palermo und Oliver Kragl (26) von Frosinone Calcio braucht man Geld durch Spielerverkäufe. Momentan besitzt der VfB diesbezüglich zwar keine Planungssicherheit, aber weil die meisten Spielerverträge auch für die zweite Liga gelten, hat er die Personalien weitgehend selbst in der Hand.

Das gilt bei dem Torhüter Mitchell Langerak (27), der bei Mainz 05 als Nachfolger von Loris Karius (nach Liverpool) gehandelt wird, oder bei dem Rechtsverteidiger Florian Klein (29), der nun auch angekündigt hat, sich anderweitig orientieren zu wollen. Machtlos ist der VfB dagegen bei Martin Harnik (28), dessen Vertrag ausläuft. Deshalb kann er ablösefrei wechseln – zum HSV, nach Köln oder ins Ausland?

Längere Hängepartie

Die österreichischen Nationalspieler Klein und Harnik wollen ihre Zukunft möglichst noch vor der am 10. Juni beginnenden EM klären – bei anderen wird die Hängepartie vermutlich länger dauern.

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