Lange hielt der VfB Stuttgart gegen RB Leipzig gut mit – am Ende aber hieß es dennoch 1:3. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart zeigt sich gegen RB Leipzig verbessert, muss am Ende aber dennoch eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Das sagen die Spieler und Verantwortlichen zur Partie gegen die Sachsen.

Stuttgart - Wie so oft schlichen die Spieler des VfB Stuttgart auch an diesem Samstag nach Spielende mit gesenkten Köpfen über den Rasen der Mercedes-Benz Arena. Gegen den Champions-League-Anwärter RB Leipzig mussten sich die Weiß-Roten mit 1:3 geschlagen geben.

Lesen Sie hier unsere Einzelkritik: Ozan Kabak verdient sich die Bestnote

Dabei hielt das Team von Trainer Markus Weinzierl lange Zeit gut mit, hatte Mitte der zweiten Halbzeit gar die Chance auf den Führungstreffer. Am Ende aber durften die Sachsen um Ex-VfB-Trainer Ralf Rangnick und den ehemaligen VfB-Angreifer Timo Werner in der baden-württembergischen Landeshauptstadt jubeln. Wir haben die Stimmen der Spieler und Verantwortlichen nach der Partie zusammengetragen.

VfB-Trainer Markus Weinzierl:

„Wir haben eine tolle Reaktion gezeigt auf den frühen Rückstand und waren dann dem zweiten Tor deutlich näher als RB Leipzig. Wenn du hinten drinstehst, kommt halt viel zusammen. Da ist etwa die Szene mit Gomez und Ascacibar oder der Kopfball von Kabak kurz vor der Pause – da musst du in Führung gehen. So macht Leipzig mit einem Traumtor von Marcel Sabitzer das 2:1. Für mich war das eine äußerst fragwürdige Entscheidung. Und das ist halt auch viel individuelle Klasse. Damit war das Spiel dann vorentschieden. Aber wenn wir weiter so zusammenhalten, werden wir den Abstieg verhindern. Das Team hat Charakter.“

Leipzig-Trainer Ralf Rangnick:

„Ich finde, dass wir mit Ausnahme der ersten fünf Minuten eine richtig schlechte erste Halbzeit gespielt haben. Vielleicht dachten einige Spieler, dass das heute leicht wird. Es war kein Spiel, wie ich mir das vorgestellt habe. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht nur unsere Grundordnung geändert, sondern auch die Herangehensweise. Wir hätten kurz vor dem 2:1 für uns selbst das Gegentor kassieren können. Es war sicher keine Glanzleistung für uns, dennoch sind es sehr wichtige drei Punkte.“

VfB-Spieler Alexander Esswein:

„Wir haben uns heute alle den Arsch aufgerissen. Und es ist keine Frage, wer Trainer ist. Das in Düsseldorf war einer Bundesliga-Mannschaft einfach nicht würdig. Da hat es heute doch an vielen Ecken und Enden große Verbesserungen gegeben.“

VfB-Angreifer Mario Gomez:

„Ich bin nach diesem Spiel felsenfest überzeugt, dass wir mindestens zwei Mannschaften, wenn nicht sogar drei, hinter uns lassen. Ich bin tausendprozentig überzeugt: Wenn wir weiter so auftreten, steigen wir nicht ab. Vieles hat heute gepasst, was in den letzten Wochen nicht gut war. Das Spiel wird mir und der ganzen Mannschaft Kraft geben.“

VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler:

„Wenn wir das zweite Gegentor nicht bekommen, wäre heute was drin gewesen. Doch man muss festhalten – und das müssen wir auch mitnehmen: Die Mannschaft hat sich heute deutlich verbessert präsentiert.“

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: