Das Ding ist mal wieder drin: Martin Harnik (rechts) feiert eines seiner drei Tore gegen die Hertha. Foto: dpa

Die Heimbilanz des VfB Stuttgart gegen Berlin, den nächsten Gegner in der Mercedes-Benz-Arena, kann sich sehen lassen. Nur ist die Hertha momentan sehr viel besser drauf als der VfB.

Stuttgart - Wenn Hertha BSC in die Mercedes-Benz-Arena kommt, kann man ja mal von einem lässigen Dreier für den VfB Stuttgart ausgehen. Gefühlt war das ja immer so in den vergangenen Jahren. Aber diesmal ist die Lage eine andere. Die Stuttgarter haben das Tabellenende nur verlassen, weil es noch schlechtere Mannschaften gibt – sie stecken also noch mittendrin im Abstiegskampf. Und die Berliner haben sich im Gegensatz zum VfB, der mit 0:3 in Gladbach eine eigentlich einzukalkulierende Niederlage hinnehmen musste, ordentlich Rückenwind geholt für die Partie am Samstag (15 Uhr). Sie besiegten im Olympiastadion Eintracht Frankfurt mit 1:0 und befinden sich auf dem ausgezeichneten sechsten Tabellenplatz. Während sie in Berlin von Europa träumen, geistert am Wasen schon wieder das Abstiegsgespenst umher.

Die vergangenen zwei Heimspiele haben die Stuttgarter zuhause gegen Berlin allerdings gewonnen. Zuletzt am 13. Januar 2018 siegten die Schwaben mit 1:0 – durch ein Eigentor des Berliner Verteidigers Niklas Stark. Davor gewann der VfB mit 2:0. Torschützen waren Serey Die (51. Minute) und Filip Kostic (84.). Im drittletzten Aufeinandertreffen gab es ein mageres 0:0 in Stuttgart. Und davor am 22. Februar 2014 sogar eine Heimniederlage für den VfB. Ein gewisser Sandro Wagner hatte in der 87. Minute zum Sieg der Berliner eingeköpft. Schwamm drüber – und lange her.

Fußball-Fest bei klirrender Kälte

Da erinnern sich die VfB-Fans lieber an den 11. Februar 2012, als ihr Leib- und Magen-Club die Hertha mal eben mit 5:0 aus der Stuttgarter Arena gedonnert hatte. Das war ein echtes Fußball-Feschlte bei klirrender Kälte. Ach, und was waren das damals noch für Männer in der Stürmreihe der Stuttgarter. Die Tore erzielten Vedad Ibisevic, Shinji Okazaki und Martin Harnik. Der machte gegen die Berliner sogar drei Buden und widerlegte damit Armin Veh, der dem Österreicher im Hinblick auf zahlreiche ausgelassene Torchancen empfohlen hatte, beim Fußballspielen doch bitte mal die Skistiefel auszuziehen.

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Mit 5:0 gewann der VfB auch am 15. Dezember 1979 in Stuttgart gegen Berlin. Die Tore erzielten Volkert, Müller, Ohlicher, Martin und Elmer. Alles in allem sieht die Heimbilanz der Stuttgarter gegen die Hertha gut aus: 18 Siege, fünf Niederlagen, bei neun Unentschieden. Das lässt hoffen – wäre da nur nicht der aktuelle Tabellenstand. Und die Tatsache, dass Harnik inzwischen in Bremen kickt.

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