Zuletzt in Bremen erfolgreich: Steven Zuber vom VfB Stuttgart Foto: dpa

Er hat ein paar Spiele gebraucht, bis er Fahrt aufgenommen hat. Doch nun schein Steven Zuber beim VfB Stuttgart angekommen zu sein. Der Trainer hat ein Sonderlob für den Schweizer parat.

Stuttgart - Wer mitten im knallharten Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga ein Tänzchen wagt, den kann man schon einmal fragen, ob er eigentlich verstanden hat, worum es hier eigentlich geht. Steven Zuber hat getanzt. Einmal im Spiel des VfB Stuttgart gegen RB Leipzig. Ein weiteres Mal im Duell mit Werder Bremen. Und doch könnte der Schweizer Fußballer die oben genannte Frage wohl eindeutig mit einem „Ja“ beantworten. Denn aktuell ist der Mittelfeldspieler genau das, was sich der VfB bei seiner Verpflichtung im Januar erhofft hatte: eine Verstärkung.

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Ganz sicher konnte man in den ersten Partien der Rückrunde nicht sein. Für den VfB lief es verheerend – und auch Zuber schien ein wenig zu fremdeln auf dem Spielfeld. Klare Aktionen hatte der Schweizer jedenfalls selten. der Tiefpunkt war das 0:3 in Düsseldorf, danach hat sich der VfB berappelt. Auch dank Steven Zuber.

Drei Neuzugänge in der Startelf

Den liehen die Stuttgarter bis Ende der Saison von Ligarivale 1899 Hoffenheim, wo der 27-Jährige nicht mehr regelmäßig zum Zuge kam. Gegen RB Leipzig erzielte er beim 1:3 den Ausgleich per Elfmeter, in Bremen (1:1) gelang ihm die frühe Führung für den VfB, als er einen Konter entschlossen und kaltschnäuzig abschloss. „Wenn man die Chance sieht, dann muss man sie einfach nutzen“, sagte er hinterher dem SWR. Dann den nötigen „Willen“ zu haben, sei entscheidend: „Man muss immer an sich glauben.“

Dieser Glaube ist zuletzt zurückgekehrt ins Stuttgarter Spiel – auch wenn der Aufschwung noch lange nicht als nachhaltig bezeichnet werden kann. Vor dem Heimspiel an diesem Sonntag gegen Hannover 96 gilt im Kampf gegen den Abstieg noch immer die höchste Alarmstufe. Aber: „Wir sind zuletzt defensiv stabiler geworden, die Abstimmung auf dem Platz ist besser geworden, wir sind eingespielter geworden, wir rennen mehr füreinander“, sagt Zuber, der nicht der einzige Winterneuzugang ist, der derzeit zur Stammformation gehört. Alexander Esswein setzt Nadelstiche in der Offensive und attackiert den Gegner aggressiv, Ozan Kabak macht es als Innenverteidiger den gegnerischen Stürmern schwer.

Sonderlob von Trainer Markus Weinzierl

Kabak hat der VfB fest verpflichtet, Esswein ist wie Zuber ausgeliehen, kann per Option aber weiterverpflichtet werden. Der Schweizer dagegen wird den VfB am Saisonende ziemlich sicher wieder verlassen. Umso mehr lobt Trainer Markus Weinzierl dessen Einstellung.

„Er ist ein Topprofi“, sagt der Chefcoach des VfB und ergänzt: „Er weiß, dass er nur ausgeliehen ist, aber so, wie er das hier lebt und sich damit identifiziert, ist er ein ganz wichtiger Faktor für die Leistung in den vergangenen beiden Spielen.“ So soll es bleiben – bis Saisonende. Wenn es dann mit der Rettung geklappt hat, darf’s gern auch wieder ein Tänzchen sein.

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