Eine, der wenigen Tormöglichkeiten für den VfB: Nicolas Gonzalez versucht es gegen Fortuna Düsseldorf per Kopf, Mario Gomez schaut im Hintergrund zu. Foto: Baumann

Die Begegnung mit Fortuna Düsseldorf galt als Schlüsselspiel für den VfB Stuttgart. Doch der Fußball-Bundesligist hat den Aufsteiger nicht geknackt – das hatte Gründe.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart ist gegen Fortuna Düsseldorf nicht über ein 0:0 hinaus gekommen. Für die Gastgeber war das natürlich zu wenig, da sie sich mit einem Sieg in der Fußball-Bundesliga weiter nach oben orientieren wollten. Aber letzten Endes musste der VfB sogar froh sein, nicht verloren zu haben. Das hatte Gründe, wie in der Analyse aufgezeigt wird.

Spielidee: Der VfB-Trainer Tayfun Korkut ging die Sache gegen Fortuna Düsseldorf etwas stürmischer an als die Spiele zuvor. Außer Mittelstürmer Mario Gomez befanden sich auch noch Nicolas Gonzalez und Chadrac Akolo von Anfang an auf dem Platz. Ein großer Offensivwirbel ging von dem Trio aber nicht aus – was auch daran lag, dass aus dem Mittelfeld zu Beginn nur behäbig und unruhig nach vorne gespielt wurde. Der Plan, die Gäste unter Druck zu setzen, ging so erst einmal nicht auf. Erst nach dem Wechsel erhöhte der VfB das Risiko – und wurde beinahe bestraft.

Spielentscheidend: Entscheidend für die Nullnummer war einerseits ein guter Torhüter, andererseits aber auch das schwache Offensivspiel des VfB. Wenig Tempo und kaum Ideen kennzeichneten die Aktionen nach vorne. Da half es wenig, dass diesmal mehr Stürmer auf dem Platz standen als zuletzt. Die Stuttgarter haben noch nicht die richtige Balance in ihrem Spiel, und sie finden vor allem noch nicht zur Effektivität der vergangenen Rückrunde.

Spielentscheider: Ron-Robert Zieler war auf VfB-Seite der beste Akteur. Der Torhüter kam auf sieben Paraden, wobei einige davon herausragend waren. So hielt er die Null und die Stuttgarter im Spiel. „Er hat dem VfB den Punkt festgehalten“, sagte der Fortunen-Trainer Friedhelm Funkel. Mit dieser starken Leistung rückte sich Zieler auch wieder ins rechte Licht, nachdem er nach dem 3:3 in Freiburg am vergangenen Sonntag kritisiert worden war.

Wortspiel: Der Manager des VfB gab sich nach dem Unentschieden betont zurückhaltend. „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken“, sagte Michael Reschke, „das ist jetzt die Aufgabe von allen: Trainer, Mannschaft und auch der sportlichen Leitung.“ Auch Tayfun Korkut war die Enttäuschung über den verpassten ersten Saisonsieg anzumerken. „Wir müssen mit diesem Punkt leben und nun im nächsten Spiel versuchen, den ersten Dreier einzufahren“, sagte der Trainer.

Spielplan: Jetzt kommt eine englische Woche auf den VfB zu. Zunächst treten die Stuttgarter am Mittwoch bei RB Leipzig an, am Samstag kommt dann Werder Bremen in die Mercedes-Benz-Arena. In beiden Begegnungen sollte die Mannschaft von Tayfun Korkut punkten, ansonsten hängt der VfB erst einmal unten fest.

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