Erwin Staudt – auf dem Bild als VfB-Präsident auf der Hauptversammlung des Vereins – äußert sich zur Position des Vorstandsvorsitzenden. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart sucht neben einem neuen Präsidenten auch einen Vorstandsvorsitzenden. Ehrenpräsident Erwin Staudt ist mit Blick auf die neu geschaffene Position skeptisch.

Stuttgart - Ehrenpräsident Erwin Staudt hat seine skeptische Haltung gegenüber einem Vorstandsvorsitzenden beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart erneut betont. „Ich weiß wirklich nicht, wie das Aufgaben-Profil eines Vorsitzenden aussehen soll“, sagte der 71-Jährige in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der „Bild“-Zeitung. Staudt war von 2003 bis 2011 hauptamtlicher Präsident des VfB Stuttgart.

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Er sei dafür, Sportvorstand Thomas Hitzlsperger neben dem „hervorragenden“ Sportdirektor Sven Mislintat einen sportlichen Beirat an die Seite zu stellen, der für die Kaderplanung und das Scouting mitverantwortlich sei. „Dann kann man sich das Amt des Vorstandsvorsitzenden schenken“, sagte Staudt.

Zehn formal korrekte Bewerbungen für das Präsidenten-Amt

Der VfB ist derzeit auf der Suche nach Personal für die beiden obersten Positionen im Verein. Seit dem Rücktritt von Präsident Wolfgang Dietrich braucht der Club einen Nachfolger, der am 15. Dezember gewählt werden soll. Z ehn formal korrekte Bewerbungen sind dafür eingegangen, darunter auch die von Ex-Nationalspieler Guido Buchwald.

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Zudem sucht der VfB für seine Fußball-Sparte einen Vorstandsvorsitzenden und war aus diesem Grund auch mit Jürgen Klinsmann im Gespräch. Der ehemalige Bundestrainer sagte dem VfB vor kurzem ab. Die Position des Vorstandsvorsitzenden gibt es derzeit noch gar nicht.

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