VfB Stuttgart Baumgartl oder Badstuber: Wer wird spielen?

Von Heiko Hinrichsen 

Holger Badstuber ist durch seine Fehler zum Saisonstart in die Kritik geraten. Foto: Baumann
Holger Badstuber ist durch seine Fehler zum Saisonstart in die Kritik geraten. Foto: Baumann

Holger Badstuber hat in den ersten Pflichtspielen der Saison nicht überzeugen können. Am Samstag geht es nun gegen den FC Bayern München. Wird Badstuber spielen? Die Tendenz ist eindeutig.

Stuttgart - Ein Kräftemessen mit dem Branchenprimus ist für jeden Fußballprofi etwas Besonders. Vor allem gilt dies für einen Spieler mit der Vita des Holger Bad­stuber, der ja lange Zeit im Dress des FC Bayern nationale und internationale Erfolge feierte – aber in München aufgrund vieler Verletzungen auch durch so manches Tal ging. Unterm Strich ist es aber keine Frage: Auch Badstuber ist ein Teil der jüngeren, erfolgreichen Clubhistorie des FCB.

Die alten Verdienste zählen auch bei Badstuber nicht

Tatsächlich zählen die Verdienste von früher aber wenig, wenn es in der Bundesliga im Hier und Jetzt um Punkte geht. Und so dürfte der 29-Jährige eine neue Erfahrung machen, wenn es für den VfB an diesem Samstag in der voll besetzten Mercedes-Benz-Arena gegen den Rekordmeister ernst wird. Denn dass Badstuber wie aktuell körperlich komplett fit ist und trotzdem nicht von Beginn an spielt, das hat es in seiner Karriere nicht allzu häufig gegeben.

Wenn die Signale allerdings nicht täuschen, dann wird den Linksfuß diesmal genau dieses Schicksal ereilen. Der Routinier muss gegen den FCB auf die Bank. Konkret will sich Tayfun Korkut zur Besetzung seiner Innenverteidigung zwar nicht äußern. Vor dem Hintergrund der beiden Patzer Badstubers im Pokal in Rostock sowie in der Liga in Mainz, mit denen der erfahrene Abwehrmann jeweils die Niederlage einleitete, sagte der VfB-Trainer zur Besetzung seines Abwehrzentrums lediglich: „Erfahrene Spieler wissen schon, was auf dem Platz passiert ist, und können sich selber gut einschätzen.“

Baumgartl ist ein Kandidat für die Startelf

Soll heißen: Es steht nicht allzu gut um die Startelf-Chancen Badstubers, für den Timo Baumgartl an die Seite des gesetzten Weltmeisters Benjamin Pavard in die Innenverteidigung rücken dürfte. Im Pokal, als Pavard wegen Trainingsrückstand noch draußen saß, hatte Baumgartl klar besser gespielt als Badstuber – dennoch hatte der Youngster in Mainz weichen müssen.

Gegen die Bayern dürfte es nun umgekehrt laufen. Schließlich hatte Korkut vor allem dieses großes Manko ausgemacht: „Wir dürfen uns keine individuellen Fehler leisten, denn die werden sofort bestraft.“

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