Verbraucherschützer Warnung vor Mogelpackungen

Von Klaus Köster und Walther Rosenberger 

Der Konkurrenzkampf im Einzelhandel treibt Blüten: Immer mehr Anbieter verkleinern Packungen.

Stuttgart - Der Konkurrenzkampf im Einzelhandel treibt unschöne Blüten: Weil Verkäufer und Hersteller es nicht wagen, die Preise zu erhöhen, verkleinern immer mehr Anbieter die Verpackungen - und verlangen das gleiche Geld.

 

Eine Packung Geschirrspüler-Tabs, bei der der Inhalt drastisch reduziert wurde; eine Packung Dosenfisch, die viel weniger Fisch und dafür mehr Soße enthält oder eine Tüte Keksrollen, die sich bei näherem Hinsehen als reichlich luftige Angelegenheit erweist - mit solchen Tricks versuchen die Firmen, unbemerkt die Preise zu erhöhen. Die Verbraucherschützer stoßen dabei auf immer neue Methoden, mit denen Konsumenten über den wahren Preis in die Irre geführt werden. "Die Methoden der Hersteller sind immer subtiler geworden", erklärt Armin Valet, Lebensmittelchemiker bei der Verbraucherzentrale Hamburg, gegenüber unserer Zeitung.

Erleichtert werden die verdeckten Preiserhöhungen dadurch, dass in den vergangenen Jahren die Vorschriften für standardisierte Verpackungsgrößen immer weiter gelockert worden sind. Dies erschwert den Preisvergleich. Die Sprecherin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, Evelyn Keßler, kritisiert daher, dass viele Geschäfte die Grundpreise, mit denen sich die Kosten besser vergleichen lassen, nur in schwer lesbarer Form angeben.

Geänderte Verpackungsgrößen: http://www.vzhh.de/~upload/vz/VZTexte/TexteErnaehrung/Weniger_drin_Preis_gleich.htm#GrundpreisimHandel

Luft in Tüten: http://www.vzhh.de/~upload/vz/VZTexte/TexteErnaehrung/Mogelpackungen%20Luftpackungen.htm

Überteuerte Großpackungen: http://www.vzhh.de/~upload/vz/VZTexte/TexteErnaehrung/Grosspackung%20teurer.htm

Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (mit Formular zur Meldung von Beschwerden über irreführende Verpackunggrößen): http://www.vz-bawue.de/UNIQ125795514316117/link529211A.html

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