Lisa Bakavos, eine der beiden Betreiberinnen, war im vergangenen Winter als Volontärin bei dem Schutzprojekt für die kleinen „Bandit“-Äffchen in Südafrika Foto: factum /Bach

Eine Premiere für Ludwigsburg: Erstmals gibt’s in der Barockstadt ein veganes Restaurant. Die V-Bandits, zwei junge Frauen, wollen natürlich in erster Linie den Veganismus stärken – aber auch den Affen helfen. Ein kleiner Teil des Verdienst geht in ein Grünmeerkatzen-Schutzprojekt in Südafrika.

Ludwigsburg - Die Grünmeerkatze ist im östlichen und südlichen Afrika weit verbreitet. Die kleine Affenart ernährt sich von Wildfrüchten, Blumen, Blättern, Samen, Insekten, Vögeln und Eiern. Und sie klauen gerne das Essen von Menschen, weswegen gerade Landwirte die auch „Bandits“ genannten Tiere als Plage betrachten und lieber tot als lebendig sehen. Ein Schutzprojekt in Südafrika kümmert sich um die Meerkatzen.

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Und hier kommt auch ein neues Restaurant in Ludwigsburg ins Spiel. Denn das kürzlich neu eröffnete V-Bandits am Holzmarkt hat einen Bezug zu den kleinen Äffchen. Lisa Bakavos, eine der beiden Betreiberinnen, war im vergangenen Winter als Volontärin bei dem Schutzprojekt in Südafrika. „Diese Arbeit möchten wir mit unserem Restaurant unterstützen“, sagt sie. So geht ein kleiner Teil der Einnahmen nach Südafrika.

Die exquisiten Speisen haben ihren Preis

Das „V-Bandits“, Kurzform für Vegan Bandits, ist nach Angaben von Bakavos das erste vegane Restaurant Ludwigsburgs. Es bietet Speisen wie Spaghettikürbis mit Muskatnuss-Marinara-Sauce und Walnuss-Parmesan oder Thymian-Polenta mit geröstetem Mais und Steinpilz-Bordelaise – die extravagant zubereiteten und exquisit schmeckenden Speisen haben allerdings auch ihren Preis: 15,50 Euro kostet beispielsweise das Tomaten-Graupen-Risotto mit Garam Masala und Tonkabohnentomaten auf der Abendkarte, die monatlich mit neuen Gerichten versehen wird.

Mittags speist es sich hingegen günstiger: Auf der täglich wechselnden Mittagskarte kosten die Speisen alle unter zehn Euro. Andere günstige Gerichte gibt es durchgängig, wie beispielsweise den ­Auberginen-Champignon-Burger mit Schwarzbierschalotten. Und zwischen Mittag- und Abendessen gibt es kleine Snacks sowie eine Kuchentheke mit leckeren Süßigkeiten. Sonntags soll es von 10 bis 15 Uhr immer ein Fair-Trade-Frühstück geben. Alle Speisen sind rein pflanzlich, wie es sich für ein veganes Restaurant eben gehört.

Gesundheit und Tierwohl als Motivation

„Wir wollen zeigen, dass vegan auch ­lecker schmecken kann“, sagt Nada Touma, die andere Betreiberin. Die Idee für ein ­veganes Restaurant haben die beiden schon länger, nur fehlte es an der passenden Location. Nun sind sie in den Räumlichkeiten des ehemaligen Schlossstübles am Holzmarkt fündig geworden.

Bakavos und Touma ernähren sich beide seit über fünf Jahren vegan. „Für uns ist das kein Trend, sondern eine Lebenseinstellung“, sagt Bakavos. Bei Bakavos ist es das Mitgefühl mit den Tieren, Touma macht es für die Gesundheit. Militante Veganer wollen beide nicht sein. „Wir machen Fleischessern keine Vorwürfe“, sagt Bakavos. Im Gegenteil: Man wolle auch Nicht-Veganer für das vegane Essen begeistern. Die beiden können sich auch vorstellen, im Nebenraum des Restaurants kleine Veranstaltungen zu organisieren, beispielsweise Vorträge oder Filmvorführungen – alle natürlich mit einem thematischen Bezug zum Veganismus oder dem Grünmeerkatzen-Schutzprojekt in Südafrika.

Vegan Bandits, Holzmarkt, Kaffeeberg 3, Ludwigsburg, Öffnungszeiten: Täglich von Dienstag bis Sonntag. Unter der Woche öffnet das Restaurant um 11 Uhr und schließt um 22 Uhr, außer freitags, da wird um 23 Uhr dicht gemacht. Am Samstag ist geöffnet von 10 bis 23 Uhr,am Sonntag von 10 bis 15 Uhr. Montags ist Ruhetag.

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