Die Fahrerin des VW Polo, der sich in der Nacht zum Mittwoch bei Welzheim überschlug und in einem Maisfeld zum Liegen kam, war zu schnell gefahren. Foto: dpa-Zentralbild

Die Polizei ist derzeit damit beschäftigt, die Hintergründe des tödlichen Unfalls bei Welzheim zu ermitteln. Sie rät Besuchern des Cannstatter Wasens bei der Heimreise zu Besonnenheit.

Stuttgart/Welzheim - Nach einem tödlichen Unfall, bei dem in der Nacht zum Mittwoch in Welzheim (Rems-Murr-Kreis) zwei junge Menschen in einem völlig überladenen Kleinwagen ums Leben gekommen sind, rät die Polizei zur Besonnenheit.

Es klingt banal – aber einige Grundregeln des gesunden Menschenverstandes sollten auch nach einem Wasen-Besuch befolgt werden. „Natürlich sollte man keinen Alkohol trinken, wenn man sich ans Steuer setzt“, so ein Sprecher der Stuttgarter Polizei. Speziell auf der Heimfahrt nach dem Besuch des Volksfestes oder auch einer Disko sollte man als Fahrer laut Polizei zudem darauf achten, dass man sich von der guten Stimmung im Auto nicht zu sehr anstecken lässt und die Konzentration auf die Straße darunter leidet. „Man sollte sich nicht ablenken lassen“, so der Polizeisprecher. Dass man sich nicht illegalerweise zu acht in ein Auto quetscht, versteht sich von selbst.

Junge Fahrerin war zu schnell

Im Falle des tödlichen Unfalls in der Nacht zum Mittwoch lief schon das im Vorfeld schief. So waren die acht jungen Leute zunächst mit zwei Autos nach Welzheim gestartet, wo sie dann aber alle in den VW Polo umstiegen, den die 18-Jährige fuhr. Auf der Landesstraße 1150 zwischen Welzheim und Kaisersbach ereignete sich dann der tödliche Unfall – weil die junge Fahrerin zu schnell unterwegs war. Der Anfangsverdacht der Polizei hat sich laut eines Sprechers mittlerweile erhärtet. Ein abschließendes Gutachten könne allerdings Wochen oder gar Monate dauern. Immerhin: Die junge Frau hatte keinen Alkohol getrunken. Sie sei nüchtern gewesen, so die Polizei.

Die Beamten sind derzeit mit Vernehmungen beschäftigt, die sich laut des Sprechers aber auch hinziehen können. So erhoffen sich die Ermittler, Erkenntnisse zu den genauen Hintergründen zu gewinnen – beispielsweise dazu, warum die acht jungen Leute sich ab Welzheim in ein Auto zwängten.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: