Die beiden Lastwagen-Fahrer hatten Glück im Unglück. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Weil er während der Fahrt wohl unter Drogen stand und kurz einnickte, ist ein Fahrer mit seinem Lastwagen in einen weiteren Lkw gekracht – mit schweren Folgen. Die Ladung des Unfall-Lkw war ebenfalls brisant.

Ludwigsburg - Die Polizei schließt nicht aus, dass der Mann, der am frühen Donnerstagmorgen auf der A 81 zwischen der Ausfahrt Ludwigsburg-Süd und Stuttgart-Zuffenhausen einen schweren Unfall mit seinem LKW verursacht hat, unter Drogeneinfluss stand und daraufhin kurz eingenickt ist. Die Beamten vor Ort stellten bei dem 43-Jährigen Anzeichen auf Drogenbeeinflussung fest. Ein Drogenvortest fiel positiv aus. Nun müssen die Ergebnisse der Blutentnahme abgewartet werden. Nach Angaben von Polizeisprecher Peter Widenhorn kann das „mehrere Tage dauern“. Bei der Droge soll es sich laut Widenhorn um Marihuana handeln. „Ob die Drogenkonzentration so hoch war, dass sie unfallursächlich war, muss der Bluttest zeigen“, sagt Widenhorn.

Der andere LKW-Fahrer überlebte wohl nur, weil er auf dem Beifahrersitz saß

Der Unfall ereignete sich am frühen Donnerstagmorgen gegen 2:55 Uhr. Der 43-Jährige war von Heilbronn kommend in Richtung Stuttgart mit einem Lastwagen auf dem rechten von insgesamt drei Fahrstreifen unterwegs und kam vermutlich infolge eines sogenannten Sekundenschlafs nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort befand sich zu diesem Zeitpunkt ein 45 Jahre alter Sattelzuglenker. Wegen einer Panne stand er auf dem Standstreifen und wartete auf dem Beifahrersitz. Vermutlich hat ihm das das Leben gerettet.

Der 43-Jährige stieß mit seinem LKW gegen das Pannenfahrzeug und riss die komplette linke Fahrzeugseite auf. „Das Führerhaus kippte daraufhin nach vorne und wurde vollständig demoliert“, sagt der Polizeipressesprecher Peter Widenhorn. „Der Fahrer hatte Glück, dass er auf dem Beifahrersitz saß.“ Er kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Nachdem der 43-Jährige den Sattelzug passiert hatte, prallte er rechts in die Leitplanken und kippte mit seinem Gespann in den Straßengraben. Der Mann kam ebenfalls leicht verletzt ins Krankenhaus. Ein 53 Jahre alter Mercedes-Fahrer erkannte die Unfallstelle zu spät und fuhr über Autoteile, dabei löste sich sein Airbag.

Alle Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden

Alle drei Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Für den umgekippten Lastwagen in der Böschung musste ein Kran angefordert werden, um das Fahrzeug wieder aufzurichten.

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Während der Unfallaufnahme mussten zwei Fahrstreifen gesperrt werden, wodurch sich ein Stau von etwa 18 Kilometern bildete. Da mehrere Liter Diesel und Öl in den angrenzenden Grünbereich flossen, ließ das Umweltamt Ludwigsburg das betroffene Erdreich abtragen. Nach anfänglichen Spekulationen, ob auch Gefahrgüter ausgelaufen waren, klärte die Polizei auf Nachfrage auf: der Unfall-LKW hatte Munition für Jagdgewehre geladen. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf 200 000 Euro.

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