Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Foto: dpa

Trotz der Korea-Krise will der amtierende Bundesratspräsident und baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann an seiner geplanten Reise im Mai nach Japan und Südkorea festhalten.  

Stuttgart/Berlin - Trotz der Eskalation der politischen Lage zwischen Nord- und Südkorea und den damit verbundenen weltweiten Spannungen will der amtierende Bundesratspräsident und baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) an seiner geplanten Reise im Mai nach Japan und Südkorea festhalten. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit dem Auswärtigen Amt. Aber solange es keine offizielle Reisewarnung gibt, werden wir die Reise ausführen“, sagte ein Sprecher Kretschmanns den Stuttgarter Nachrichten und betonte: „Es wäre das falsche Signal, vor den Drohgebärden des koreanischen Diktators einzuknicken“ und die Reise abzusagen.

Nach den bisherigen Planungen will der Grünen-Politiker vom 18. bis 28. Mai nach Asien reisen, begleitet von einer 60-köpfigen Delegation aus Unternehmern und Vertretern der Wissenschaft. Schwerpunkte des Aufenthalts in Japan und Südkorea sollen der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen und das Thema Energie sein. Unklar ist noch, ob Kretschmann die zerstörten Atomkraftanlagen von Fukushima besuchen wird.

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