Mit Haken und Ösen geht es im Duell zwischen dem VfB-Stürmer Silas Wamangituka (rechts) und dem Bocumer Cristian Gamboa zu. Foto: Baumann

Silas Wamangituka hat in Bochum lange einen schweren Stand. Doch dann beweist der junge Stürmer des VfB Stuttgart seinen Wert für den Fußball-Zweitligisten – und bereitet den Siegtreffer vor.

Bochum - Er hat es immer wieder versucht. Mit Dribblings, mit Tempoläufen, mit Haken und Ösen. Doch für Silas Wamangituka gab es zunächst kein Durchkommen. Jedenfalls nicht bis zum Tor des VfL Bochum. Trotz vieler Anläufe, diverser Schüsse und einiger Chancen. Aber dann brach die 80. Minute im Ruhrstadion an und der Stürmer des VfB Stuttgart ahnte, was kommen würde. Er spritzte in den Pass von Saulo Decarli – ein Blick, ein Zuspiel und es hieß 1:0 für die Gäste durch Hamadi Al Ghaddioui.

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Als Torvorbereiter bewies Wamangituka seinen Wert für den VfB erneut. Als der verspielte Supersprinter mit dem großen Potenzial gilt der 20-Jährige aus dem Kongo bei den Stuttgartern. Sven Mislintat hat ihn vor der Saison für acht Millionen Euro vom Zweitligisten FC Paris geholt, und der Sportdirektor ist sich sicher, dass sich die Investition für den VfB auszahlen wird. Kurzfristig, weil Wamangituka in der zweiten Liga zu den verheißungsvollsten Spielern gehört – aber, wenn es nach Plan läuft, auch in der Bundesliga, wo dem Angreifer mit seiner Schnelligkeit einiges zugetraut wird.

Lob von Daniel Didavi

„Für ihn gibt es nach oben keine Grenzen. Silas kann Dinge, die ansonsten keiner bei uns kann“, sagte Daniel Didavi über seinen Mitspieler. In Bochum beorderte Trainer Pellegrino Matarazzo den Hochbegabten auf die linke Seite. Dort, wo eigentlich Nicolas Gonzalez Schwung auslöst. Doch der Argentinier war gesperrt und verletzt. Deshalb hieß die Flügelzange diesmal Wamangituka und Roberto Massimo – mit der Kraft der Jugend sollte es über die Außenbahnen gehen. Nur: Wamangituka hatte gegen Cristian Gamboa einen ebenso schweren Stand wie Massimo gegen Danilo Soares. Dennoch ließen die Youngster sich nicht unterkriegen.

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„Es ist klar, dass bei ihm noch nicht alles klappt, aber er ist schon sehr gut für sein alter“, sagte Didavi. In der Schlussphase war Wamangituka dann auch verstärkt in der eigenen Spielhälfte zugegen – um den Vorsprung zu verteidigen. Lange Zeit war der VfB-Spieler in dieser Region nicht gesehen worden, weil er seine Rolle als Linksaußen alter Schule interpretierte und kaum hinten aushalf. Pascal Stenzel, der auf links in der Dreierabwehrkette spielte, hatte dadurch einige Male Mühe, den großen Raum zu verteidigen.

Später Lohn

Am Ende ging jedoch alles gut und Wamangituka jubelte mit seinen Kollegen. Auf fünf Treffer und drei Torvorlagen bringt es der junge Stürmer jetzt. In 17 Einsätzen. Gegen die Bochumer hatte er in der Hinrunde sein Startelfdebüt für den VfB gefeiert – nun hat er geholfen, die Rückrundenpartie zu entscheiden. „Silas hat es gut gemacht“, sagte Trainer Matarazzo, „er hatte viele Aktionen und hätte sich schon früher belohnen können.“

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