Till Brönner bei einem Konzert im November 2019 in der Stuttgarter Liederhalle Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Das Video des Jazz-Trompeters Till Brönner über die verkannte Wirtschaftskraft des Kultursektors ging um die Welt. Jetzt hakt der Musiker nach.

München - Till Brönner (49), Jazz-Star an der Trompete, ist davon überzeugt, dass eine finanzielle Unterstützung der Kulturbranche eine Investition in die Zukunft darstellt. „Das Bedürfnis nach kulturellen Erlebnissen wird nach der Pandemie hoch sein“, sagte der Musiker dem „Münchner Merkur“ (Dienstag). Viel Geld werde in Form von Steuern an den Staat zurückfließen: „Vorausgesetzt, es gibt sie dann noch - die freie Kultur- und Veranstaltungsbranche.“

Zur Forderung von Herbert Grönemeyer, Wohlhabende sollten Künstlern finanzielle Unterstützung gewähren, meinte Brönner, dass in Deutschland das private Engagement im Kunstbereich im Vergleich zu den USA eher gering sei. Das liege auch daran, dass dort nicht annähernd so viele öffentliche Gelder für Kultur vorhanden seien wie hierzulande. „Man könnte aber sicherlich in Deutschland durch steuerliche Erleichterungen Anreize geben, Kultur zu fördern, und so einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft leisten“, so der Künstler.

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