7.000 Euro haben die Betrüger mit ihrer Masche bisher erbeutet. Foto: dpa (Symbolbild)

Die Polizei warnt vor Betrügern, die versuchen, Zugriff auf Computer zu bekommen und Daten auszuspähen. Die Masche: Angebliche Microsoft-Mitarbeiter behaupten am Telefon, es gäbe Lizenzprobleme.

Stuttgart - Aufgrund mehrerer Anzeigen in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Esslingen warnt die Polizei vor Anrufen angeblicher Mitarbeiter des Computerkonzerns Microsoft.

Seit Mitte Juni wurden bis jetzt insgesamt 15 Fälle angezeigt, bei denen Englisch sprechende Personen sich als angeblicher Mitarbeiter der Softwarefirma Microsoft ausgegeben und den Angerufenen mitgeteilt haben, dass es auf ihrem Computer eine schädliche Software installiert sei oder es Lizenzprobleme gebe.

Was dann folgte, gleicht einer schon bekannten Betrugsmasche: Regelmäßig bieten der Anrufer die Säuberung eines PCs mit einer Fernwartungssoftware an. Wird diese installiert, hat der Betrüger uneingeschränkten Zugriff auf den Rechner, kann diesen sperren, manipulieren oder Daten ausspähen. Für die Behebung der Probleme wird jeweils eine Gebühr verlangt. Die Geschädigten werden überredet, entsprechende Daten herauszugeben oder Geld per Transfer zu überweisen.

Polizei gibt Verhaltenstipps

Bei den der Polizei gemeldeten Fällen ist mittlerweile ein Schaden von rund 7.000 Euro entstanden. Die Polizei warnt dringend davor, auf derartige Anrufe einzugehen. Sie rät, keine Installation von Software durchzuführen, zu der man am Telefon aufgefordert wird. Man solle keinen Links folgen und keine Zahlungen (etwa durch Herausgabe von Kreditkartendaten) tätigen. Außerdem sollten sofort entsprechende Sperrungen eingeleitet werden und im Notfall die Internetverbindung zum Computer unterbrochen werden. Microsoft meldet sich ausschließlich nur auf Anfrage des Kunden, so die Polizei. Opfer sollten Anzeige erstatten.

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