Auf der B 295 staut sich der Verkehr oft, wie hier zwischen Leonberg und Ditzingen. Heute Abend wird im Bürgersaal Ditzingen über Alternativen diskutiert. Foto: factum/Archiv

Ditzingen versinkt im Stau. Welche Lösungen gibt es? Am Mittwoch, 2. Mai um 19 Uhr wird diskutiert im Bürgersaal Ditzingen, die Redaktion unserer Zeitung organisiert eine Veranstaltung dazu.

Ditzingen - Jeden Tag quälen sich 30 000 Fahrzeuge durch Ditzingen. Gibt es Alternativen? Und sind diese umsetzbar? Diesen Fragen soll am Mittwoch, 2. Mai um 19 Uhr im Bürgersaal Ditzingen nachgegangen werden. Die Redaktion unserer Zeitung hat ein spannendes Teilnehmerfeld eingeladen und will mit den Zuschauern ins Gespräch kommen.

Unter Moderation von Rafael Binkowski, dem stellvertretenden Leiter der Ludwigsburger Redaktion, soll es um die Frage gehen, ob und wie ein zweiter Autobahnanschluss sinnvoll und umsetzbar ist. Oder ob es Alternativen dazu gibt, welche Lösung die Umweltverbände vorschlagen und was politisch auch realisierbar ist.

Dazu können Sie als Leser und Bürger Ihre Meinung einbringen. Welche Erfahrungen haben Sie? Stehen Sie oft im Stau? Sind Sie Anlieger einer staubelasteten Straße? Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit und wundern Sie sich über die Blechlawinen? Ärgern Sie sich über das ständige Durcheinander bei den S-Bahnen? Oder haben Sie Vorschläge und Ideen, die in der politischen Debatte bislang noch keine Rolle gespielt haben? Dann kommen Sie in den Ditzinger Bürgersaal.

Politiker und Experten kommen zu Wort

Mit dabei sein wird Steffen Bilger, der neue Staatssekretär im Verkehrsministerium, der sich seit Jahren als Wahlkreisabgeordneter mit den Verkehrsprojekten im Landkreis beschäftigt. Er kann realistisch einschätzen, welche Chance Straßenbauprojekte überhaupt haben und wie schnell sie umsetzbar sind.

Auch Thomas Kiwitt, beim Regionalverband Stuttgart technischer Direktor, kennt die Lage in der stauträchtigen Region Stuttgart wie seine Westentasche– und weiß, welche Rolle das Nadelöhr Ditzingen/Leonberg im Ballungsraum spielt. Dazu natürlich der OB Michael Makurath, der nicht nur die Situation in Ditzingen tagtäglich erlebt – sondern auch schon seit Jahren an Lösungen arbeitet.

Das Publikum soll mitdiskutieren

Wichtig ist auch, dass andere Sichtweisen eingebracht werden. Daher sind mit auf dem Talkshow-Podium Andreas Stier, Kreisvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland, der als Radfahrerlobby gilt und an alternativen Konzepten arbeitet. Und natürlich Steffen Flaig, der Kreisvorsitzende des BUND, der zu viel Straßenbau ablehnt und fürchtet, sie könnten im Endeffekt für noch mehr Verkehr sorgen.

Es soll keine starre Podiumsdiskussion werden, sondern eine lockere Talkshow mit viel Publikumsbeteiligung. Der Eintritt ist frei, es soll bis 21 Uhr diskutiert werden. Veranstaltungen der Redaktion in anderen Strohgäu-Kommunen zu lokalen Dauerbrennern werden in lockerer Reihenfolge ebenfalls geplant. In Ditzingen ist sozusagen der Auftakt der Reihe – mit dem wohl brisantesten Thema, das im Strohgäu derzeit die Gemüter umtreibt.

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