Talentabend in Korntal-Münchingen Nachwuchs-Zauberer Daniel Stöffler wird Komüka-Gewinner

Von Susanne Mathes 

Charismatischer Nachwuchs-Künstler: Daniel Stöffler Foto: factum/Weise
Charismatischer Nachwuchs-Künstler: Daniel Stöffler Foto: factum/Weise

Stuhl- und Seilakrobatik, Breakdance und Turniertanz, Magie, Komik und Musik: Beim 24. Komüka-Talentabend in Korntal-Münchingen ist die Bandbreite groß. Zum Sieger kürt das Publikum den 15-jährigen Zauberkünstler Daniel Stöffler.

Korntal-Münchingen - Manches Greenhorn hätten die Tonprobleme wohl völlig aus dem Konzept gebracht. Doch Daniel Stöffler, das 15 Jahre junge Zaubertalent auf der Komüka-Bühne im Münchinger Widdumhof, nahm die Rückkopplungen professionell. „Ist nicht optimal, aber muss wohl so sein“, kommentierte er – und zauberte einfach weiter. Die 260 Zuschauer des ausverkauften Komüka-Talentabends waren hingerissen von der Schlagfertigkeit, vor allem aber vom Können des Herrenbergers, der sich seit seinem siebten Lebensjahr im Zauber-Metier tummelt und bereits beim Magischen Zirkel in Stuttgart mitmischt. Seine Karten- und Rubik’s-Cube-Tricks begeisterten die Zuschauer so, dass sie Daniel Stöffler zum Gewinner des 24. Komüka-Talentabends kürten.

Artistik zwischen Himmel und Erde

Bei der vielseitigen Mischung aus Artistik, Tanz, Gesang, Komik und Zauberei hatte es das Publikum nicht leicht bei der Wahl der Komüka-Talente 2018. Turniertanzkunst des Korntal-Münchinger Lokalmatadors Jens Kothe und seiner neuen Partnerin Celine Sejdijaj, Mentalmagie mit Mark von Hannover – bei ihm musste auch Bürgermeister Joachim Wolf auf die Bühne –, Stuhlakrobatik mit dem Ludwigsburger Talent und Jugendgemeinderat Saman Mehrju oder eine LED-Lichtershow mit Nadine und Jan vom Marbacher Circus Lucem: Geboten war Kleinkunst unterschiedlichster Sparten. Mit ihrer „Artistik zwischen Himmel und Erde“ am Vertikalseil, für die das Organisationsteam vorsichtshalber einen zweiten Karabinerhaken und eine Bodenmatte zum Einsatz brachten, beeindruckte Linda Frey aus Süßen die Zuschauer: Die 19-Jährige, die nicht nur in der Halle, sondern gerne auch mal im Wald trainiert und dann kunstvoll ins Seil verschlungen oder kopfüber vom Baum herunterhängend anzutreffen ist, wurde mit dem zweiten Platz gekürt. Dritte wurde die Breakdance-Formation „Nexxt Move“ der Tanzfreunde Althengstett mit ihrer tempogeladenen, artistischen Performance.

Die Anmeldungen boomen

Seit der Verein Komüka Talente für seinen Revue-Abend gezielt Zirkusschulen anschreibt, ein Video-Casting eingeführt und Generalprobe und Aufführung auf denselben Tag gelegt hat, boomennicht nur die Anmeldungen. Auch das Durchschnittsalter der Aspiranten sank beträchtlich: Mehr als die Hälfte der Nachwuchs-Kleinkünstler ist unter 18 Jahre alt. Ab und zu gibt es auf der Komüka-Bühne auch „Mehrfachtäter“. Es sollten aber drei bis vier Jahre zwischen den Auftritten liegen und eine Entwicklung erkennbar sein. So wie bei der 17-jährigen Markgröningerin Naomi. Mit 14 sang sie schon einmal beim Talentabend – jetzt begleitete sie ihren Gänsehaut-Soul auch auf der Ukulele.

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