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Im Pasta Baby gibt es Nudeln im Becher zum Mitnehmen: Wer will kann auch gleich dort essen.

Stuttgart - Noch ein Schnellimbiss in der Marienstraße. Zwischen all den Döner- , Burger- und Pizzabuden rund um den Wilhelmsbau sollte ein neuer Imbiss eigentlich nicht groß auffallen. Pasta Baby möchte aber auffallen. Seit wenigen Monaten gibt es den neuen Nudel-Imbiss, der anders als die anderen sein will. „Mit dem Pasta Baby zeigen wir, dass Fastfood eben nicht nur schnell ist, sondern durchaus auch gesund und ausgefallen sein kann“, sagt Klaus Schöning, Mitinhaber und Stuttgarter Gastronomiegröße (früher Kost Bar, Calwer Eck Bräu und Biergarten im Schlossgarten).

Pasta Baby fällt nicht nur durch den provokanten Namen auf. Schwarz-Weiß-Fotos im Innenraum zeigen junge Frauen, die in lasziven Posen Spaghetti essen. Babys eben. Ansonsten setzt das Pasta Baby auf Nähe zum Gast. Der Verkaufsraum ist Küche und Lagerort in einem. In den schwarzen Regalen an der Wand stehen große Säcke. Darin lagert Weizengrieß, aus dem die Nudeln hergestellt werden. Die werden im Pasta Baby jeden Morgen selbst gemacht, mit einer Nudelmaschine hinter der Theke.

Schade um die Mühe: Denn die Nudelgerichte enttäuschen. Die Pasta ist verkocht und die Soßen sind kaum gewürzt. Bei den Rigatoni mit Kokos-Apfel-Soße, die es als große und kleine Portion gibt, hätte man erwartet, auf kleine Apfelstücke beißen zu dürfen. Doch Fehlanzeige: Mehr als eine braune Soße ohne Pepp bekommt man nicht. Dabei könnten Experimentierfreudige bei dem Angebot auf ihre Kosten kommen: Pasta mit Soßenkombinationen wie Erdnuss-Chili oder Mango-Gorgonzola sind ungewöhnlich.

Die Speisekarte ist angenehm übersichtlich. Vier Nudelsorten können mit acht verschiedenen Soßen kombiniert werden. Allerdings sind die Portionen nicht eben üppig. Die Pappbecher, aus dem man bei Pasta-Baby grundsätzlich isst, sind auch bei der großen Portion nur bis zur Hälfte gefüllt. Kleiner Trost: Zu jeder Pasta gibt es auf Wunsch kostenlos frischen Parmesankäse und Rucola.

Dazu bieten Schöning und sein Geschäftspartner Volker Göhner neun Salate an. Sie setzten dabei ebenfalls auf ausgefallene Variationen – und beweisen ein besseres Händchen als bei der Pasta. Die Salate sind frisch und mit Zutaten wie Mangold, Avocado oder Kürbis angereichert. Überzeugt hat Salat Nummer Vier der Karte. Die Kreation aus Babyspinat, Parmesan, Avocado und Trauben an einem Orangen-Mango-Dressing ist auch preislich okay.

Küche: Variantenreich, aber leider zu oft missglückt Atmosphäre: Durchgestylt, vor allem für junges Publikum Preis-Leistungs-Verhältnis: Weil die Pasta nicht al dente war

Adresse : Pasta Baby, Inhaber: Klaus Schöning und Volker Göhner, Marienstraße 10, 70178 Stuttgart, Telefon 07 11 / 81 07 48 48, Internetseite www.pastababy.de, E-Mail go@pastababy.de

Öffnungszeiten: montags bis samstags von 11 bis 21 Uhr, sonntags Ruhetag.

Extras: Außenbereich mit sechs Biertisch­garnituren.

Anfahrt: mit der S-Bahn zur Haltestelle Stadtmitte, mit verschiedenen Stadtbahnlinien zur Haltestelle Rotebühlplatz, von dort wenige Meter zu Fuß in die Marienstraße; Autofahrer parken in den umliegenden Parkhäusern.

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