Die Mitglieder des SV Leonberg/Eltingen zeigen in schwierigen Zeiten echten Teamgeist. Das ist die wichtigste Voraussetzung, um die Krise zu bewältigen, findet unser Redakteur Jürgen Kemmner.
Was tun, wenn das alte Auto noch mal durch den Tüv soll, dafür aber Reparaturen von ein paar 100 Euro fällig werden? Lohnt sich das? Oder lieber abmelden? In einem ähnlichen Dilemma dürften sich die Mitglieder des SV Leonberg/Eltingen gesehen haben, als sie abgestimmt haben, ob der Vorstand neue Schulden machen darf und sie höhere Beiträge zahlen müssen. Zähneknirschend wurden die Beschlüsse gefasst. Nun scheint der Vorstand gerüstet, die finanzielle Schieflage nach und nach zu korrigieren.
Natürlich gab es Gegenstimmen, selbstverständlich fielen deutliche Worte – doch, und das muss man den Delegierten hoch anrechnen: Nie wurde Kritik persönlich, nie fiel ein beleidigendes Wort. Es wurde diskutiert in der Sache mit dem Blick nach vorn, ohne dem Ärger über das Gestern Luft zu verschaffen. Nicht nur über die Zustimmung in allen Punkten dürfen sich Clubchef Michael Hager und der Vorstand freuen – die Vereinsführung kann stolz sein, dass die große Mehrheit bestrebt ist, den Karren gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen. Denn das ist die wichtigste Voraussetzung, um den SV Leonberg/Eltingen aus der Krise zu manövrieren.