Der leitende Oberstaatsanwalt Alexander Boger bei einer Pressekonferenz am 30. September 2017 zur Lebensmittel-Erpressung. F Foto: dpa

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Supermarkt-Erpressers hat die Polizei noch jede Menge Ermittlungsarbeit vor sich. Derzeit werde der Computer des 53-Jährigen untersucht.

Konstanz - Nach dem Geständnis des mutmaßlichen Supermarkt-Erpressers arbeiten Ermittler weiter an der Aufklärung des Falles. Wie der Sprecher der Polizei in Konstanz, Markus Sauter, am Sonntag sagte, untersuchen Kriminaltechniker unter anderem den Computer des 53 Jahre alten Verdächtigen. Ob die Gefahr durch vergiftete Lebensmittel nun tatsächlich gebannt ist, lasse sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, sagte Sauter. „Wir gehen aufgrund der jetzigen Erkenntnisse aber nicht davon aus, dass weitere vergiftete Nahrungsmittel von dem Mann in Umlauf gebracht wurden.“ Das habe der Tatverdächtige ausgesagt.

Die Frage nach der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Erpressers sei indes schwierig zu beantworten, räumte Sauter ein. Am Samstag attestierte die Polizei dem Mann „psychische Auffälligkeiten“. Der Erpresser hatte gedroht, 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen, und per E-Mail einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag gefordert. Hinweise aus der Bevölkerung brachten die Polizei auf die Spur des Tatverdächtigen, woraufhin Beamte ihn am Freitag im Kreis Tübingen festnahmen.

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