Nach einem Nasenbeinbruch in der vergangenen Saison trug Patrick Auracher schon einmal eine Gesichtsmaske. Foto: Baumann

Patrick Auracher von Fußball-Oberligist Stuttgarter Kickers hat sich den Jochbeinbogen gebrochen. Der Einsatz des Verteidigers gegen den TSV Ilshofen ist unsicher. Nicht nur deshalb sind Veränderungen in der Aufstellung denkbar.

Stuttgart - Für Patrick Auracher war das 4:4 (nach 4:1-Führung) beim SV Oberachern noch schmerzhafter, als für alle anderen Beteiligten: Der Innenverteidiger des Fußball-Oberligisten Stuttgarter Kickers zog sich nach einem Zusammenprall einen Bruch des Jochbeinbogens zu. Der 29-Jährige hatte sich schon in der vergangenen Saison das Nasenbein gebrochen und war danach mit einer Gesichtsmaske aufgelaufen. Nun musste er sich einen neuen Schutz anfertigen lassen. Auf den wartet Auracher bisher noch. „Ich gehe davon aus, dass ich die Maske am Donnerstag bekomme und dann trotz Schmerzen an der Bruchstelle mittrainieren kann“, sagte der Abwehrmann. Trainer Ramon Gehrmann hofft, dass Auracher am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den TSV Ilshofen zumindest im Kader stehen wird.

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Das wenig rühmliche 4:4 in Oberachern hat der Coach mit dem Team gründlich aufgearbeitet. Die Haupterkenntnis von Gehrmann: „Wir haben dort in der zweiten Halbzeit praktisch aufgehört, Fußball zu spielen. Wir haben nur noch auf den Gegner reagiert, sind nur noch tief gestanden und haben Langholz nach vorne gedroschen.“

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Die Mannschaft verfiel in alte Muster, für Gehrmann kam dies einem Verrat an der eigenen Spielidee gleich. Die Quittung folgte prompt – in Form der Gegentore und der zwei verlorenen Punkte. Ob es personelle Konsequenzen gibt? Etwa im Tor? „Nach einem Spiel wie in Oberachern ist die Tür für die bisherigen Reservisten grundsätzlich weiter auf als sonst, die Chance, im Training auf sich aufmerksam zu machen, größer“, sagt Gehrmann. Der bisherige Ersatzkeeper Thomas Bromma habe nach gesundheitlichen Problemen am Mittwoch erstmals wieder mittrainiert. Dennoch ist es möglich, dass Stammtorwart Tobias Trautner zwischen den Pfosten bleibt. Gehrmann: „Er hat sich einsichtig gezeigt.“ Egal, wer gegen Ilshofen aufläuft, der Coach ist überzeugt: „Die Mannschaft wird eine Reaktion zeigen.“

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